Investment Research: Diese Sonderleistung kostet bald Geld!


    Kommentar von Dr. Bernd Heim

    Lieber Investor,

    bislang war das Investment Research eine Dienstleistung, die von den Banken gerne kostenlos erbracht wurde. Wenn die Bank ein Unternehmen analysierte und die Aktie anschließend zum Kauf empfahl oder auf die Verkaufsliste setzte, folgten viele Anleger diesem Rat. Weil sie ihre Transaktionen über die Bank abwickelten, verdiente die Bank an den Käufen bzw. Verkäufen so gut, dass unter dem Strich auch die Kosten für die Investment Research Abteilungen bezahlt waren.

    Soll der Vermögensverwalter oder der Endkunde für das Investment Research bezahlen?

    Damit könnte nun bald Schluss sein, denn zum 3. Januar 2018 tritt die EU-Richtlinie Mifid II in Kraft. Sie sieht zwingend eine Entflechtung der Gebühren für die Bereiche Handel, Abwicklung und Research vor. Die in den jeweiligen Sparten anfallenden Kosten müssen die Banken ab kommendem Jahr separat ausweisen. Damit sind die sogenannten „All-in-Fees“, bei denen bislang typischerweise die Kosten für Research-Berichte in den Gebühren für die Ausführung von Wertpapiertransaktionen integriert waren, Geschichte.

    Die Neuregelung geht auf die Finanzkrise zurück. Sie reflektiert die Tatsache, dass es leicht zu Interessenkonflikten kommen kann, wenn ein Finanzinstitut Analysen zu Wertpapieren und Transaktionen anbietet, von denen es anschließend selbst profitiert. Die Mifid-II-Regulierung bewirkt, dass sich Banken in der Europäischen Union neue Modelle überlegen müssen. Sie müssen klären, was sie im Bereich Investment Research in Zukunft anbieten wollen und zu welchem Preis. Außerdem ist die Frage zu beantworten, ob der Vermögensverwalter oder der Endkunde für das Investment Research bezahlen soll.

    Bislang haben viele Banken ihre Berichte aus dem Investment Research auch deshalb kostenlos veröffentlicht, weil sie sich einen Marketingmehrwert von dieser Aktion versprochen haben. Fand der Bericht allgemein Beachtung, so stand auch die Bank sofort im Rampenlicht. Veröffentlichten die Abteilungen viele zutreffende und sehr werthaltige Analysen, stärkte dies auf lange Sicht die Reputation der Bank. Sie konnte neue Kunden an sich binden und die Verbindung zu bestehenden Kunden stärken.

    Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim.

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