Trittin für Vermögensteuer

    Trittin: "Es wäre eine Steuer, die allein auf das Vermögen der Superreichen zielt.“ Überdies gehe es um Gerechtigkeit. - Dass der Staat bereits Rekordeinnahmen von seinen Untertanen abpresst verschweigt der Grüne.

     

    Der ehemalige Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, hat die Forderung seines Nachfolgers Anton Hofreiter nach Einführung einer Vermögensteuer begrüßt.

     

    „Toni Hofreiter hat ausgesprochen, was strömungsübergreifend auf Parteitagen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen beschlossen wurde – dass wir zu einer Besteuerung sehr großer Vermögen kommen wollen“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Mittwoch-Ausgabe).

     

    „Das träfe keine Familienunternehmen, nicht die Mittelschicht und nicht einmal die obersten zehn Prozent dieser Gesellschaft, sondern nur ein Prozent. Es wäre eine Steuer, die allein auf das Vermögen der Superreichen zielt.“

     

    Trittin fügte hinzu: „Es würde für mehr Wohlstand in der Gesellschaft sorgen, weil wieder mehr investiert würde. Zusätzlich müssen wir unsinnige Subventionen abschaffen. Warum subventionieren wir Erträge aus Kapital? Mit einem Steuersatz von nur 25 Prozent besteuern wir Kapitaleinkommen niedriger als Einkommen von gut ausgebildeten und mittelprächtig verdienenden Arbeitnehmern mit einem Grenzsteuersatz von über 30 Prozent. Das ist ungerecht. Man muss die Abgeltungssteuer deshalb abschaffen. Gleiches gilt für ökologisch schädliche Subventionen. Warum müssen wir das Fahren eines großvolumigen Diesel-Geländewagens wie eines VW-Tuareg oder eines Porsche Cayenne mit bis zu 15000 Euro übers Dienstwagen-Privileg subventionieren und streiten uns zugleich über 2000 Euro Zuschuss für Elektrofahrzeuge?“

     

    Überdies gehe es um Gerechtigkeit. „Das Maß an Ungleichheit in dieser Gesellschaft wird immer größer“, so der Grünen-Politiker. „Die Gesellschaft zerreißt. Dem stellen wir uns.“

     

    Mit Blick auf ein womöglich schwarz-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl 2017 erklärte er: „Ich rate zum Realismus, aber nicht zum vorauseilenden Gehorsam. Wir sollten mit unseren Überzeugungen in den Wahlkampf gehen. Wir sollten uns aufgrund möglicher Koalitionsoptionen nicht selbst beschränken.

     

    Ob es Mehrheiten etwa für Schwarz-Grün gibt, weiß heute niemand. Ob aus einer rechnerisch knappen schwarz-grünen Mehrheit am Ende eine politisch tragfähige Koalition von Horst Seehofer bis Christian Ströbele erwächst, ist nicht gewiss. Wir sind immer gut damit gefahren, unsere Eigenständigkeit zu bewahren.

    Anzeige



    Wandere aus, solange es noch geht!

    Haftungsausschluss

    Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


    Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

     

    Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
    Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

    Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

    (1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

    (2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

    (3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

    (4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

    (5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

    (6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

    (7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

    (8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

    Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

    Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

     

    © 2017 MMnews.de

    Please publish modules in offcanvas position.