SPD: Kein Krankenkassengeld für Homöopathie

    SPD fordert, Homöopathie als Kassenleistung zu verbieten. Nachdem für die meisten Wissenschaftler erwiesen ist, dass die Homöopathie auf einem Placeboeffekt beruht, fordert die SPD nun, die Alternativmedizin aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen.

     


    Der Streit um die Homöopathie spitzt sich zu: Nachdem für die meisten Wissenschaftler
    erwiesen ist, dass die Homöopathie auf einem Placeboeffekt beruht, fordert
    die SPD nun, die Alternativmedizin aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen
    Krankenkassen zu streichen. Der SPD-Obmann im Gesundheitsausschuss des Bundestags,
    Prof. Karl Lauterbach, sagte dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER
    SPIEGEL: „Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen.“
    Hintergrund ist, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller gesetzlichen Krankenkassen
    die Leistungen von Homöopathen erstatten. Das kritisiert Lauterbach
    scharf: „Viele Patienten glauben, die Kassen zahlen nur das, was auch nachweisbar
    hilft. Deshalb adeln die Krankenkassen mit ihrem Vorgehen die Homöopathie.“
    Auch der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses aus Ärzten und Krankenkassen,
    Rainer Hess, hält die jetzige Situation für „extrem unbefriedigend“. Es
    gebe nach Hunderten von medizinischen Studien bisher keinen klaren Nutzennachweis
    für die Homöopathie, dennoch müssen die Krankenkassen sie bezahlen. „Es
    hat schon viele Anläufe gegeben, die Schutzvorschrift für derartige Mittel zu streichen,
    aber einflussreiche Politiker haben dies immer wieder verhindert“, sagt Hess.
    Jürgen Windeler, der zum 1. September seinen Job als Leiter des Instituts für Qualität
    und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen antritt, äußert im SPIEGEL die
    Überzeugung: „Die Homöopathie ist ein spekulatives, widerlegtes Konzept.“ Bis
    heute sei nicht erwiesen, dass die Methode einen medizinischen Nutzen habe.
    „Dazu muss man auch gar nicht mehr weiterforschen, die Sache ist erledigt“, sagt
    der künftige oberste Medizinprüfer im Land. DER SPIEGEL 28/2010

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