Homo Sapiens: Durch Kannibalismus zur Intelligenz?

    Die Menschheit steht an dem entscheidenden Wendepunkt ihrer Geschichte. Das irrationale „Selbstmord-Programm“ des tollwütigen Schädlings „Homo Consumens“ ist in sein Endstadium getreten. Durch geplanten kollektiven Massenmord („Krieg“) sowie Vernichtung seiner natürlichen Lebensgrundlagen unter dem irrsinnigen Vorwand des zerstörerischen „Fortschritts“ wird der geniale, doch wahnsinnige Affe, der sich selber in unfreiwilliger Real-Satire „Homo Sapiens nennt, in einem globalen Amoklauf ohnegleichen die Erde verwüsten und alles Leben darauf vernichten. Die Gründe und Ursachen nennt der Autor Oscar Kiss Maerth in seinem Buch "Der Anfang war das Ende".


    von Norbert Knobloch

    Herkunft und Entstehung des Menschen sind unbekannt, sein Schicksal und seine Zukunft ungewiß. Bis heute hat er keine Antworten auf die Fragen gefunden: Warum leidet er als einziges Lebewesen unter dem Fluch der Arbeit? Warum hat er als einziges Lebewesen keine Gegenwart? Warum ist der Mensch des Menschen Feind und der seiner Mitgeschöpfe geworden? Warum zerstört er die Natur, deren Teil er ist? Und bis heute hat er keine Erklärung für sein widersprüchliches Verhalten gefunden: Er betet „Götter“ an, deren Existenz er unablässig in Frage stellt und deren „Gebote“ er ebenso unablässig bricht. Er führt Kriege, obwohl er in Frieden leben will. Er produziert immer mehr Waffen zu seiner Vernichtung und behauptet, sie wären für die Erhaltung seiner Existenz notwendig. Er verherrlicht die Sexualität und verdammt sie gleichzeitig als „Sünde“. Er stellt immer mehr Gesetze auf, die er immer schneller und immer öfter bricht. Er propagiert „Ethik“ und „Moral“, aber lügt und betrügt, stiehlt und raubt, foltert und mordet. Er ist besessen von angeblichem „Fortschritt“, doch unterliegt stetem Rückschritt. Er hält sich für die „Krone der Schöpfung“, ist aber ein genialer Narr und ein krimineller Irrer. Er schafft ständig neue und immer mehr Probleme, die er immer weniger bewältigen kann. Er will glücklich sein und wird doch immer unglücklicher. Er sehnt sich nach Liebe, doch ist voller Haß. Er strebt nach Freiheit, aber schafft mehr und mehr Knechtschaft. Er wird von der Zeit gejagt, die ihm wegläuft. Er sehnt sich nach dem Paradies und bereitet sich selber die Hölle auf Erden. Der Mensch ist körperlich, seelisch und geistig unheilbar krank und unwiderruflich zum Untergang verurteilt. Die Menschheit ist am Ende.

     

    Der Mensch hat vieles entdeckt und erkannt – nur sich selber nicht. Den Namen »Homo Sapiens« („Vernunftbegabter Mensch“) hat er sich selber gegeben. Die Richtigkeit dieser Selbsttaufe ist bisher von keiner zuständigen Instanz bestätigt worden. Der Mensch muß nun sich selber erkennen und die Wahrheit über seine Herkunft und Zukunft erfahren. Er muß seine Ziele dementsprechend ändern, um sich vor seinem unausweichlichen Untergang nicht unnötig zusätzliches Leid zuzufügen

     

    Der Mensch ist Neuling und Fremder auf der Erde. Er kann sich seiner Abstammung und Geburt nicht erinnern. In seiner Phantasie bildete er sich lange Zeit ein, vermeintlicher Mittelpunkt einer erträumten, fiktiven Wunschwelt zu sein, deren angeblich „berufener“ Herrscher „nach Gottes Willen“ und „in göttlicher Mission“ er wäre. Er stellte sich auf die Spitze einer selbsterbauten imaginären Pyramide, von der er in den letzten zweitausend Jahren widerwillig eine Stufe nach der anderen wieder hinabsteigen mußte. Er steht heute auf der untersten, letzten Stufe, die er aber nun auch verlassen muß. Er wird nun die Wahrheit über sich erfahren und Konsequenzen ziehen müssen

     

    Der Mensch mußte einsehen, daß seine Vorfahren hominide Affen waren. Er versuchte, seine Entstehung mit der Theorie einer „natürlichen Entwicklung“ zu (v)erklären. Die Entwicklung des Menschen aber widerspricht den natürlichen Gesetzen und der kosmischen Ordnung. Sie wurde durch eine verbrecherische, sündige Handlung des Menschen selber in die Wege geleitet und erzeugte existenzgefährdende degenerative Defekte physiologischer und psychologischer Art: Mangelerscheinungen (Verlust des Haarkleides, Verlust der Paarungszeit, Verlust der „übersinnlichen“ Fähigkeiten) und Überschüsse (überdimensioniertes Gehirn, überschüssige Intelligenz) sowie eklatante Diskrepanz zwischen Instinkt und Intellekt und geistige Umnachtung. Diskrepanz, Mangel und Überschuß aber sind Krankheits-Zustände. Jeder Mensch ist seitdem geistig umnachtet und seelisch erkrankt – mit Ausnahme der „atavistischen Rückschläge“ (s. u.)

     

    Ein Affe entdeckte vor etwa zwei Millionen Jahren, daß der Verzehr des frischen Gehirns der eigenen Artgenossen die sexuelle Libido und die sexuelle Potenz steigert.*) Er und seine Nach-kommen wurden süchtig und kannibalisierten etwa eine Million Jahre ihre Artgenossen auf der Jagd nach der „Sex-Droge Hirn“. Dadurch wuchsen Intelligenz und Hirnvolumen nach evolutionären Maßstäben völlig unverhältnismäßig (Intelligenz mehrtausendfach, Hirnvolumen vierfach: von ca. 400 ccm auf ca. 1500 ccm). Zu spät bemerkten sie, daß sie geistig und körperlich unheilbar und fortschreitend erkrankten. Das Ergebnis dieses pathologischen Prozesses ist der »Homo Sapiens«: ein genialer Narr und irrer Verbrecher, der seinen eigenen Untergang betreibt und beschleunigt. 

     

    Die irreversiblen Änderungen, die sich während des pathologischen Prozesses der Menschwerdung als Folgen des Kannibalismus ergaben, sind Krankheits-Erscheinungen (Mangel und Überschuß). Der Mensch war gezwungen, gegen diese existenzgefährdenden Erscheinungen künstliche Notmaßnahmen zu treffen, um nicht auszusterben. Diese Notmaßnahmen aber heil(t)en nicht, sondern linder(t)en nur notdürftig und erzeug(t)en ausnahmslos immer neues Unheil und neue Probleme und den Fluch der Arbeit. Der Mensch ist deswegen das einzige Lebewesen, das keine Gegenwart hat: Jeder Tag ist für ihn ein Provisorium, denn er arbeitet verbissen und krampfhaft für das „Morgen“, aber auch das „Morgen“ ist nur wieder ein Provisorium für den darauf folgenden Tag, das „Übermorgen“. So hat der Mensch sich selber in einen Teufelskreis getrieben: er wird von der Zeit gejagt, die ihm wegläuft. Der geistige und körperliche Erkrankungs-Prozeß ist noch nicht abgeschlossen, sondern schreitet unaufhaltsam fort, bis sich der Mensch selber vernichten wird.

     

    Das unnatürlich wachsende Gehirn kam unter den Druck des nicht entsprechend mitwachsenden knöchernen Schädels und verkrüppelte. In den „Gehirn-Leitungen“ (Nerven-Bahnen) entstand ein physischer Kurzschluß, durch den der Mensch seine ursprüngliche Fähigkeit zur „übersinnlichen“ Wahrnehmung verlor, die alle andern Tiere heute noch haben. Der Mensch kann seitdem die immaterielle Welt nicht mehr wahrnehmen und sein wahres Selbst, sein wahres Wesen, den Sinn des Lebens, den Grund und den Zweck seines Daseins nicht mehr erkennen. Das sind der Ursprung und die Ursache seiner seelischen Nöte, die er unter ständig wachsenden Wahnvorstellungen mit immer mehr materiellen Vorkehrungen beseitigen will. Diese Maßnahmen erzeugen jedoch nur immer neue seelische und auch materielle Nöte und den Fluch der Arbeit. Die endlose Kette seiner erfolglosen Notmaßnahmen nennt er „Fortschritt“. Der Mensch wird sich infolge u. aufgrund seiner immer noch zunehmenden geistigen Umnachtung durch seinen „Fortschritt“ selber vernichten.

     

    Der Mensch in seinem Wahn hält sich – welch Blasphemie5) und Hybris6)! – für die „Krone der Schöpfung“ und den „Statthalter Gottes auf Erden“ als „Verwalter der Natur“, ist aber das genaue Gegenteil: ein genialer Narr und krimineller Irrer, ein „Irrläufer der Evolution“7), der als körperlich, seelisch und geistig unheilbar erkranktes Wesen mit sich selber und der übrigen Natur nicht mehr in Einklang sowie mit seinen Artgenossen und allen anderen Lebewesen in (Tod-) Feindschaft lebt. Der Mensch ist aus eigenem Verschulden aus der natürlichen Ordnung herausgefallen. All seine Taten sind nichts anderes als das Umgehen, Ändern, Stören und Verhindern natürlicher Prozesse, die sich ursprünglich im Rahmen der kosmischen Harmonie, der universellen Symphonie von selber abgespielt hatten. In der perfekten Ordnung der göttlichen Schöpfung ist nichts zu ändern oder zu „verbessern“ – außer dem pervertierten und degenerierten nackten Affen8)  „Homo Sapiens“ selber.

     

    Mit dem Verlust der Fähigkeit, die Gedanken zu „lesen“, kam die Lüge in die Welt. Die menschliche Sprache ist kein Ergebnis einer höheren Intelligenz, sondern ein notdürftiger Ersatz für die verlorene Fähigkeit, sich durch Gedanken-Übertragung zu verständigen. Die Zunge ist kein Sprach-, sondern ein Verdauungs-Organ. Die Laute der Tiere sind keine primitiven „Sprachen“, sondern Signale an die Artgenossen, ihre Gehirne auf Empfang der Gedanken zu schalten. (Wellenlänge und Frequenz der Gedanken unterscheiden sich bei den verschiedenen Arten und können nur innerhalb der Art empfangen werden. Die Geschwindigkeit der Gedanken ist absolut: die Zeit für die Überwindung jeder beliebigen Entfernung ist Null.) Das Gehirn ist nicht die Instanz, die geistige Inhalte erzeugt, sondern ein Sender und ein Empfänger sowie ein „Transformator“, der immaterielle Schwingungen und „Strahlen“ moduliert (z. B. Prana9) / Orgon10) – die göttliche Lebensenergie). Es gibt Mittel und Methoden, den Defekt des Gehirns und den Verlust der „übersinnlichen“ Fähigkeiten teil- und zeitweise mehr oder weniger aufzuheben: Yoga11) und Meditation12). (Das Praktizieren des Yoga und der Meditation ist nach Ken Wilber13) deshalb ein „Kategorischer Imperativ“14) für die gesamte Menschheit.) Menschen, die ohne Defekt und mit „übersinnlichen“ Fähigkeiten geboren werden, sind atavistische Rückschläge15) und werden seit jeher als „Heilige“ oder „Menschengötter“ bezeichnet. Buddha und Jesus waren solche Heilige.

     

    Der erste Mensch entstand aus der Kreuzung zwischen einem männlichen afrikanischen Affen und einem weiblichen asiatischen Affen im Grenzgebiet dieser beiden Kontinente, in Mesopotamien. Dieser Hybrid16) (Bastard / Mischling) und seine Abkömmlinge waren entgegen der genetischen Regel fruchtbar und besaßen die seltene Fähigkeit, sich mit den elterlichen und anderen verwandten Affenrassen zu vermischen und fortzupflanzen. Sie waren die ersten Kannibalen. Durch die Kreuzung mit verwandten Affenrassen wurden sie zu Menschen und Kannibalen zugleich. Viele der ursprünglichen Merkmale und Eigenschaften der verschiedenen Affenrassen blieben trotz der Mischung sichtbar und wirksam. Das ist die Ursache für die verschiedenen Menschenrassen.

     

    Die Genesis17), die biblische Schöpfungs-Geschichte, beschreibt in bildlicher Form die unnatürliche Entwicklung eines gesunden, behaarten Affen zum erkrankten, nackten Menschen durch den Sündenfall des Kannibalismus: Von sexueller Sucht getrieben, wird die „Frucht des Wissens“ vom „Baum der Erkenntnis“, das menschliche Gehirn, verzehrt. Der Kannibalismus ist der Sündenfall: Der Mensch erlangt „Erkenntnis von Gut und Böse“, doch verfällt geistiger Umnachtung und entwickelt Wahnvorstellungen, die ihm den Zwang des „Fortschritts“ und den Fluch der Arbeit auferlegen. Das ist der vererbte Fluch, der für immer auf allen Nachkommen lastet. Aufgrund dieser Erbsünde wird der Mensch die Erde verwüsten und sich selber vernichten - wie es die Genesis, die einzige erhaltene zutreffende Dokumentation der Vergangenheit und Zukunft des Menschen, sagt.

    *)(Nach Oscar Kiss Maerth, „Der Anfang war das Ende. Der Mensch entstand durch Kannibalismus – Intelligenz ist eßbar.“ Econ, 1. Auflage 1971, © 1971 by Econ Verlag GmbH, Düsseldorf / Wien)

    TV-Interview mit Oscar Kiss Maerth zu seinem Buch und seinen Thesen aus den siebziger Jahren:

    http://teas-star.com

    www.myvideo.de

    www.youtube.com

     

    Weitere Informationen zum Thema:

    www.realmagick.com/oscar-kiss-maerth/  

    www.survivalpress.org/catalog/product_info.php?products_id=395  

    www.spiegel.de/spiegel/print/d-40616990.html (DER SPIEGEL Nr. 5 / 1978, 30. Januar 1978)

     

    1) Gordon Rattray Taylor (1911 - 1981), britischer Autor und Journalist, war einer der bekanntesten Kritiker der blinden Technik- und Fortschritt-Gläubigkeit und -Hörigkeit (Technizismus, Ökonomismus, Utilitarismus). In seinem Buch „Das Selbstmordprogramm“ klagt er das irrationale, selbstzerstörerische Verhalten des modernen Menschen an.

     

    2) Prof. Dr. Wolfgang Schmidbauer (* 1941), Psychologe, Psychoanalytiker und Psychotherapeut in München, ist einer der bekanntesten modernen Autoren auf dem Gebiet der Psychologie. Er prägte mit seinem gleichnamigen Buch „Homo Consumens. Der Kult des Überflusses“ den Begriff des „Verbrauchenden (Konsumierenden) Menschen“.

     

    3) Homo Sapiens: „vernunftbegabter, einsichtsfähiger, verständiger Mensch“; von homo, lat.: Mensch, und sapiens, lat.: wissend, verständig, weise; zu sapere, lat.: wissen, verstehen, verständig sein. Taxonomische Bezeichnung der biologischen Systematik, mit der Lebewesen zum Zwecke der Unterscheidung und Definierung nach objektiven und festgelegten Kriterien klassifiziert, d. h. in bestimmte Kategorien oder Klassen eingeordnet werden. (Taxonomie: Klassifikations-Schema; von altgriech. taxis: Ordnung, und nomos: Gesetz) Die Haupt-Kategorien in der Biologie sind (aufsteigend) Art, Gattung, Familie, Ordnung, Klasse, Stamm und Reich. Der Mensch ist die einzige Spezies (Art) der Gattung Homo (Mensch) in der Familie der Hominidae (Menschenaffen) in der Ordnung der Primaten (Herrentiere) in der Klasse der Mammalia (Säugetiere) in dem Stamm der Vertebrata (Wirbeltiere) im Reich der Animalia (Tiere). 1758 von dem schwedischen Zoologen, Botaniker und Mineralogen und Naturforscher Prof. Dr. Carl von Linné (eigtl. Carl Nilsson Linnaeus [1707 - 1778])  in der zehnten Auflage seines Werkes Systema Naturae geprägter Begriff.

     

    4) Oscar Kiss Maerth (1914  - 1991), in Rumänien geborener britischer Staatsbürger, lebte zeitweise als Unternehmer in Hongkong. 1967 „stieg er aus“ und zog sich für mehrere Monate in das buddhistische Kloster Tsin San in der chinesischen Provinz Guangdong zurück. Dort fastete er und übte Yoga und Meditation. Nach vierzigtägigem Fasten erkannte er in Meditation die Wahrheit über den Menschen und hielt sie in seinem nicht wissenschaftlichen Buch „Der Anfang war das Ende. Der Mensch entstand durch Kannibalismus – Intelligenz ist eßbar“ fest. Seine Erkenntnisse werden von der Evolutions-Theorie, der Geschichts-Wissenschaft, der Archäologie, der Anthropologie, der Biologie (Anatomie, Physiologie, Genetik), von den heiligen Schriften der Menschheit und von zeitgenössischen Yogis bestätigt.

     

    5) Blasphemie: Gotteslästerung. Von blasphemia, lat. / griech.: Schmähung, Verleumdung, (Gottes-) Lästerung; aus blas- (Etymologie unklar) und pheme: göttliche Stimme; zu phemi, 1. Person Singular von phanai: sagen, behaupten.

     

    6) Hybris: frevelhafter Hochmut, Hoffart, Dünkel, Vermessenheit, Selbstüberhebung, insbesondere gegenüber den Göttern / Gott. Von altgriechisch hybris mit der ursprünglichen Wortbedeutung „sich mit Gewalt auf etwas stürzend“.

     

    7) Arthur Koestler (1905 - 1983), Schriftsteller aus Österreich-Ungarn, fielen die Diskrepanz zwischen Intellekt und Instinkt sowie der Konflikt zwischen rationalem Denken und Reden und irrationalem Glauben und Handeln des Menschen auf. Er bezeichnete den Menschen als „biologischen Irrläufer“ und „evolutionäre Mißgeburt“. Auf der Suche nach einer Erklärung konstatierte er pathologische Symptome und diagnostizierte einen „Konstruktionsfehler“ oder „Defekt“ im „Schaltplan“ des Nervensystems, den er an dem „eruptiven“, „explosiven“ Gehirnwachstum festmachte und nach dem Hirn- und Verhaltensforscher Prof. Dr. Paul D. MacLeanSchizophysiologie“ nannte. Der Titel der deutschen Ausgabe seines Buches „The Brain Explosion“ heißt dementsprechend „Der Mensch – Irrläufer der Evolution. Die Kluft zwischen unserem Denken und Handeln – Eine Anatomie menschlicher Vernunft und Unvernunft.

     

    8) Desmond Morris (* 1928), britischer Zoologe, Ethologe (Verhaltensforscher), Publizist und Autor, bezeichnet in seinem gleichnamigen Buch „The Naked Ape“ (1968) den Menschen zutreffend als „nackten Affen“.

     

    9) Prana, sanskrit: Lebenshauch, Lebenskraft; von Pra-Ana: „Hervor-Atem“, zu der Wurzel an: atmen. Mit „Prana“ bezeichneten die alten Weisen des vedischen Indien, die Rishis („Seher“), die kosmische oder göttliche Lebensenergie. Der Prana wird zugleich mit der Atemluft aufgenommen, vom Gehirn moduliert und von den sechs Cakras („Kreis“, „Rad“, „Wirbel“) entlang der Wirbelsäule transformiert und im Organismus verteilt, wo er in den Nadis („Kanälen“) zirkuliert und jede einzelne Zelle erreicht. (Darauf beruht und deshalb funktioniert das Prinzip der Akupunktur) In der Disziplin des Pranayama („Kontrolle des Prana“), der vierten Stufe des achtstufigen Weges des „Königlichen Yoga“, des Astanga- oder Raja-Yoga, im Kundalini-Yoga und im Tantra wird Prana bewußt empfangen, gelenkt und genutzt. Durch die Praxis des Tantra, des Kundalini-Yoga und des Raja-Yoga wird die in jedem Individuum im ersten Cakra (Muladhara-Cakra) am Damm (Perinaeum) „schlummernde“ göttliche Schöpfungskraft oder „Schlangenkraft“, die Kundalini-Shakti, „geweckt“ und steigt durch den Hauptkanal, den Sushumna-Nadi, und die fünf anderen Cakras zum siebenten Cakra (Sahasrara Cakra) über dem Scheitelpunkt des Hauptes, dem „tausend-blättrigen Lotus“, auf. Dieser mystische Zustand der spirituellen Vollendung des Menschen wird „Erwachen“, „Erleuchtung“, Unio Mystica („Mystische Vereinung“), Hieros Gamos („Heilige Hochzeit“), Samadhi („Versenkung“) oder Nirwana (wörtlich: „Ohne Wehen des Windes“; „Erlöschen“) genannt. Der Prana entspricht dem göttlichen „Odem des Lebens“ der Genesis (hebräisch: nischmáth chajjím; 1. Mosis 2:7); er ist nicht mit der Atemluft oder mit der Seele zu verwechseln.

     

    10) Orgon: von dem deutschen Mediziner, Psychiater, Psychologen, Psychoanalytiker und Soziologen Wilhelm Reich (1897 - 1957) geprägter Begriff für die biologische und kosmische Lebensenergie. Reich hatte eine Apparatur entwickelt und konstruiert, mit der man diese Energie angeblich messen und konzentrieren konnte. Wilhelm Reich wurde auf Veranlassung und Betreiben der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) inhaftiert und wahrscheinlich während seiner Haftzeit ermordet. Seine Aufzeichnungen wurden verbrannt, seine Geräte zerstört.

     

    11) Yoga, sanskrit: Verbindung, Vereinigung (mit dem göttlichen Ursprung); von yuj: anjochen, anschirren. Eines der sechs orthodoxen philosophischen Systeme im klassischen Indien (Samkhya und Yoga, Nyaya und Vaisheshika, Vedanta und Mimamsa). Yoga ist ein ganzheitliches, exaktes wissenschaftliches System, eine Universal-Wissenschaft (scientia universalis), die mittels physischer, psychischer und mentaler Techniken und Methoden zur körperlichen, intellektuellen und charakterlichen Vollendung des Menschen und zur totalen Erkenntnis der absoluten Wahrheit führt. Die acht Stufen des originären „königlichen Yoga“ (Raja-Yoga) sind nach den Yoga-Sutras des Gelehrten Patanjali (2. Jhdt. v. Chr.?): Yama (ethisch und karmisch korrektes Verhalten), Niyama (Selbst-Disziplin), Asana (wörtl. „Sitz“; Körperhaltung, -stellung), Pranayama („Kontrolle des Prana“; Atemschulung), Pratyahara („Zurücknehmen“ des Bewußtseins von den Sinneseindrücken), Dharana (Konzentration), Dhyana (Meditation), Samadhi (Versenkung).

     

    12) Meditation: siebte und vorletzte, zweithöchste Stufe (Dhyana) der Yoga-Praxis, die in die achte und letzte, höchste Stufe, Samadhi („Versenkung“) oder Nirwana („Verlöschen“), mündet („Erwachen“, „Erleuchtung“). Willentliche, zugleich absichtslose Konzentration auf ein im Geiste befindliches Objekt unter Ausschaltung der fünf körperlichen Sinne, des Gemüts und der Gedanken mit dem Ergebnis des Einswerdens mit dem Objekt (Aufhebung der „normalen“ Subjekt- / Objekt-Trennung, Verschwinden des Subjekts und des Objekts). Von meditari, lat.: (über etwas) nachdenken. (Sinn der originären Wortbedeutung: geistig ermessen)

     

    13) Kenneth Earl Wilber (* 1949), amerikanischer Philosoph, Mystiker und Autor, wird auch als „Einstein der Bewußtseins-Forschung“ bezeichnet. Er hat westliche Universitäts-Abschlüsse in Biologie und Chemie, Biochemie und Biophysik, wandte sich aber schon während seines Studiums östlicher Literatur und Philosophie zu. Wilber bemüht sich um eine Synthese von Philosophie, Wissenschaft und Religion und gilt als Protagonist des Integralen Denkens. 1998 gründete er in Boulder / Colorado das Forschungs-Institut Integral Institute mit der Abteilung Integral Spiritual Center.

     

    14) Kategorischer Imperativ: Grundlegendes Prinzip der Ethik, der Lehre vom richtigen, guten („sittlichen“) Verhalten. Formulierung des absoluten moralischen Gesetzes oder ethischen Gebotes für den Menschen von dem deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724 - 1804) in seinem Werk „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ (1785). Kategorisch: unbedingt, absolut. Von kategorikós, altgriechisch: aussagend; zu kategoréin: (etwas über etw. od. jdn.) aussagen. Imperativ: Sprachliche Ausdrucksform des Sollens („Befehlsform“). Einer der drei Modi (Imperativ, Indikativ, Konjunktiv) des Verbs im Deutschen. Von imperare, lateinisch: befehlen.

     

    15) Atavistischer Rückschlag oder Atavismus: Einmaliges, plötzliches Wieder-Auftreten von anatomischen, ethologischen, physiologischen oder psychologischen Merkmalen der Vorfahren oder Urahnen einer Spezies (biologischen Art), die im Laufe eines Entwicklungs-Prozesses verlorengegangen sind, bei lebenden Organismen derselben Art. Ein Indiz für die Richtigkeit der Evolutions-Theorie. Von atavus, lateinisch: Urahne, Vorfahre. (So werden hin und wieder Menschen mit rudimentären Kiemen und Schwimmhäuten, mit einem Schwanz und einem Haarkleid [Fell, Pelz]  und – sehr selten – ohne physischen Defekt des Gehirns und mit sog. „übersinnlichen“ Fähigkeiten  geboren [Buddha, Jesus u. a.]. Alle afrikanischen hominiden Affen [Schimpansen, Gorillas] haben 13 Paar Rippen; alle asiatischen hominiden Affen [Orang Utans] haben 12 Paar Rippen. Der Mensch hat normalerweise 12 Paar Rippen, aber ab und zu kommt ein Mensch mit 13 Paar Rippen zur Welt. Das ist ein atavistischer Rückschlag.)

     

    16) Hybrid(e), von hybrida, lateinisch: Mischling, Kreuzung. In der Biologie eine Pflanze oder ein Tier, die / das aus einer Kreuzung zwischen Eltern verschiedener Rassen oder Arten hervorgegangen ist. Hybriden verschiedener Arten sind in der Regel steril / nicht fertil (fruchtbar / vermehrungsfähig), doch gibt es etliche Ausnahmen. Hybrid-Bildung ist in der Evolution für die Entwicklung neuer Arten von großer Bedeutung. In der Phylogenese (stammesgeschichtliche Entwicklung) des Menschen spielte Hybrid-Bildung die entscheidende Rolle: Genetische Untersuchungen zur Stammesgeschichte des Menschen ergaben Hinweise auf wiederholte Kreuzungen zwischen den Vorfahren des Schimpansen und des Menschen in der Zeit vor etwa zehn bis sechs Millionen Jahren (Nick Patterson / Daniel J. Richter / Sante Gnerre / Eric S. Lander / David Reich [2006]: Genetic Evidence for Complexe Speciation of Human and Chimpanzees; in: Nature, Bd. 441, 29. 06. 2006, S. 1103 - 1108) (Bestätigung der These O. K. Maerth´s)

     

    17) Genesis: Erstes Buch Mosis im Alten Testament der Heiligen Schrift der Christen (Bibel; von biblos, altgriech.: Buch; nach dem gleichnamigen Ort an der Küste Phöniziens / Kanaans) mit der Schöpfungs- und Patriarchen-Geschichte. Von lat. / griech. genesis: Zeugung, Schöpfung, Geburt; zu griech. gignesthai: (geboren) werden, entstehen.

     

    „But man, proud man,

    Dressed in a little brief authority,

    Most ignorant of what he´s most assured

    (his glassy essence), like an angry ape

    Plays such phantastic tricks before high heaven

    As makes the angels weep, who, with our spleens,

    Would all themselves laugh mortal.”

     

    (William Shakespeare [1564 - 1616], „Maß für Maß“ [1604])

     

    „Doch der Mensch, der vermessene Mensch,

    Verkleidet in ein bißchen vergängliche Autorität,

    Verkennend, was ihn eigentlich ausmacht

    (seine Spiegelseele), treibt, wie ein durchgeknallter Affe,

    Solch irre Faxen im Angesicht des Himmels,

    Daß die Engel weinen, die, mit unserer Milz,

    Sich alle sterblich lachen würden.“

     (frei übertragen d. d. Verfasser)

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