Soros: Ukraine braucht 50 Mrd.

    George Soros fordert mehr finanzielle Hilfe für die Ukraine. Er bringt ein neues Finanzpaket von 50 Milliarden Dollar aus verschiedensten Quellen ins Gespräch. „Die Ukraine könnte radikale Reformen angehen und würde sich, statt an der Grenze zum Bankrott zu agieren, zu einem viel versprechenden Land wandeln, attraktiv für privates Investment.“

     

    Der amerikanische Investor George Soros hat sich für höhere Finanzhilfen für die Ukraine ausgesprochen. Die Geburt einer neuen Ukraine sei ein historisches Ereignis, schrieb er in einem Gastbeitrag für FAZ.NET (http://faz.net/-gqg-7y9b7). Ohne Unterstützung könne die neue Führung die radikalen Reformen, die die Ukraine jetzt brauche, nicht zum Erfolg führen. Bis jetzt hätten die Europäer die Ukraine aber an einer kurzen Leine gehalten, schrieb der Investor. Er bringt ein neues Finanzpaket von 50 Milliarden Dollar aus verschiedensten Quellen ins Gespräch. „Das wäre bahnbrechend“, schreibt Soros. „Die Ukraine könnte radikale Reformen angehen und würde sich, statt an der Grenze zum Bankrott zu agieren, zu einem viel versprechenden Land wandeln, attraktiv für privates Investment.“

    Am Donnerstag besucht der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk Bundeskanzlerin Angela Merkel und bittet um Finanzhilfe für die Ukraine. Die Bundesregierung hat ihm zu diesem Anlass Kreditgararantien von 500 Millionen Euro versprochen.

    George Soros hat als Hedge-Fonds-Investor Geld damit verdient, dass er gegen eine Überbewertung des britische Pfundes spekulierte. Inzwischen finanziert er mehrere Think Tanks. Über seine „Open Society Foundataion“ bezuschusst er seit Jahren Oppositionsbewegungen in mehreren osteuropäischen Staaten.

    Die europäischen Behörden würden von Haushaltsvorschriften behindert, welche die EU und ihre Mitgliedsstaaten beschränkten, schreibt Soros auf FAZ.NET. Daher konzentrierten sich die internationalen Bestrebungen derzeit auf Sanktionen gegen Russland und die Finanzhilfe für die Ukraine würde noch auf einem Minimum gehalten. Das müsse Europa ändern. Zwar seien die Sanktionen gegen Russland ein notwendiges Übel und sollten auch nicht voreilig auslaufen, doch insgesamt müsse die Gewichtung hin zu Unterstützung der Ukraine verlagert werden.

    Die Sanktionen gegen Russland hätten ökonomisch viel schneller gewirkt als erwartet, findet Soros. Der Schaden für Russland sei weitaus größer als vorgesehen. Russland sei durch die Kombination aus niedrigem Ölpreis und Sanktionen in eine Finanzkrise gedrängt, die in mancher Hinsicht mit der Krise im Jahr 1998 vergleichbar sei. Es wäre nicht überraschend wenn die Krise früher als erwartet zu einem Zahlungsverzug Russlands führe. Die Eurozone sei enorm verwundbar.

    Ohne finanzielle Hilfen werde die neue Ukraine wohl scheitern, warnt Soros: „Europa wird sich allein gegen die russischen Angriffe verteidigen müssen, und Europa wird die Werte und Prinzipien aufgeben, auf welchen die Europäische Union gegründet wurde. Dies wäre ein irreparabler Schaden.“ Europa müsse aufwachen und begreifen, dass es unter Angriff einem von Russland stehe: „Die Unterstützung der Ukraine sollte darüber hinaus als Verteidigungsausgaben der EU-Staaten angesehen werden. Auf diese Weise betrachtet, schrumpfen die derzeit angedachten Finanzhilfen ins Bedeutungslose.“

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