| USA: Wieder zwei Banken pleite | | Drucken | |
| Saturday, 26. July 2008 | |
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Bank Run USA: Banken-Pleite-Welle geht weiter. Die US-Börsenaufsicht schloss in der Nacht zum Samstag zwei weitere Banken in den USA. 90 weitere Institute in Bankrott-Gefahr.
Die Pleite-Welle bei US-Banken geht weiter. Die Kreditkrise hat zu zwei weiteren Bankenpleiten geführt. Die US-Behörden schlossen am Freitag nach eigenen Angaben die First National Bank of Nevada und die First Heritage Bank NA of California. Beobachter gehen davon aus, dass nun immer mehr Sparer verunsichert sind, ein Bank Run ist nicht mehr ausgeschlossen. Schon heute (Samstag) dürften sich lange Schlangen bilden, besonders vor den betroffenen Instituten. In beiden Häusern hatten Sparer insgesamt etwa 3,3 Milliarden Dollar angelegt. Wann sie wieder an ihr Guthaben herankommen, ist derzeit unklar. Die 28 Filialen sollen aber weiter unter anderem Namen betrieben werden und voraussichtlich am Montag wieder öffnen. (In den USA sind Banken normalerweise auch Samstags offen). Beide Kreditinstute galten laut Angaben der US-Bankenaufsicht als unterkapitalisiert. Damit sind in den USA in diesem Jahr bereits sieben Banken pleite gegangen. Die Bankenaufsicht schätzt, dass der Einlagensicherungsfond durch die neuerlichen Pleiten mit über 800 Millionen Dollar belastet wird. Insgesamt verfügte dieser Versicherungsfongs über 55 Milliarden Dollar. Acht Milliarden davon sind allein für den Bankrott der IndyMac Bank verbraucht worden. First National und First Heritage sind an die Mutual of Omaha Bank verkauft worden, teilte der staatliche Einlagensicherungsfons FDIC mit. Damit sind bereits sieben US-Banken in diesem Jahr pleite gegangen. Bei der First National belief sich die Bilanzsumme auf 3,4 Milliarden Dollar und bei der First Heritage auf 254 Millionen Dollar. Erst Mitte Juli wurde der größte unabhängige börsennotierte Baufinanzierer IndyMac vom Staat übernommen, nachdem das Kreditinstitut in massive Kapitalnöte geraten war. Indymac war die drittgrößte Bankenpleite in der US-Geschichte überhaupt. Auch andere Banken haben mit der Hypothekenkrise zu kämpfen. Die US-Regierung und Notenbank Fed hatten jüngst für die beiden landesgrößten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac ein Nothilfe-Paket geschnürt. Die Aufsichtsbehörden warnten davor, dass es in diesem und im nächsten Jahr noch weitere Bankenpleiten geben könne. In einem Interview bei CNBC sagte eine Mitarbeiterin der US Bankenaufsichtsbehörde FDIC, dass noch 90 weitere Institute gefährdet seien. Namen wollte sie jedoch nicht nennen. Unabhängige Beobachter sprechen dagegen davon, dass mehr als 300 Institute Bankrott-gefährdet sind. Von dieser Zahl geht beispielsweise eine Analyse von RBC Capital aus. Mehr zum Thema: Hintergrund Bank Run |
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