| Fannie & Freddie: Bilanzen gefälscht! | | Drucken | |
| Sunday, 7. September 2008 | |
|
US-Rettungsaktion offenbart Skandal: Bilanzen manipuliert. Banken hatten Kapitalbasis aufgeblasen und geschönt. Sofortiger Eingriff nötig da sonst sofortiger Bankrott drohte.
Der Skandal erschüttert Amerika, weil die beiden Hypothekenbanken ihre Bilanzmanipulationen praktisch unter den Augen der Aufsichtsbehörden vornahmen. Diese haben jedoch nicht eingegriffen und gewartet, bis es zu spät war. «Wir mussten soeben die zwei grössten Finanzinstitute der Welt verstaatlichen, weil unsere Politiker nichts unternehmen», sagte ein Finanzanalyst der New York Times. Seit 2003 wisse man um die Buchhaltungsprobleme der beiden Firmen, und kein Politiker habe etwas unternommen.
Die US-Regierung musste heute deshalb so schnell eingreifen, weil die Baufinanzierer ihre Kapitalbasis aufgeblasen haben - und das nicht zum ersten Mal.
Letzte Woche dann entdeckten Berater die dunklen Flecken in Freddie Macs Buchhaltung: Das Institut war noch schlimmer dran als gedacht, weil es seine Kapitalbasis in den Büchern grösser angegeben hatte, als sie tatsächlich war. Paulson musste sofort handeln.
Ein Beispiel: Statt Hypotheken als verloren abzuschreiben, wenn der Schuldner 3 Monate nicht bezahlt hat, wie das Jahrzehnte lang Tradition gewesen sei, hätten Fannie und Freddie seit einiger Zeit damit bis zu 2 Jahre zugewartet und so die Bilanzen voller wertloser Guthaben gehabt, so die New York Times. Aus der New York Times : "Then, last week, advisers from Morgan Stanley hired by the Treasury Department to scrutinize the companies came to a troubling conclusion: Freddie Mac’s capital position was worse than initially imagined, according to people briefed on those findings. The company had made decisions that, while not necessarily in violation of accounting rules, had the effect of overstating the companies’ capital resources and financial stability. Indeed, one person briefed on the company’s finances said Freddie Mac had made accounting decisions that pushed losses into the future and postponed a capital shortfall until the fourth quarter of this year, which would not need to be disclosed until early 2009. Fannie Mae has used similar methods, but to a lesser degree, according to other people who have been briefed. Representatives of both companies did not return calls or declined to comment. But officials who have been briefed on the plans said late Saturday that the companies had agreed to the takeover." |
| Artikel / Inhalte suchen |
|---|
|
|
|
|
|
MMnews-Lounge |


