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    Finanzwelt bereitet sich auf Bankrott von Lehman vor | Drucken |  E-Mail
    Sunday, 14. September 2008
    Bloomberg meldet, dass sich Banken und Broker auf die Pleite von Lehman vorbereiten. Es wäre die größte Banken-Pleite seit der großen Depression.

    Theoretisch bleibt nach bis Mitternacht EST (6Uhr MEZ) Zeit. Doch die Zeit läuft ab. An der Wall Street rechnet man jetzt mit der größten Bankenpleite seit der großen Depression. 

    Barclays, einer der letzten Bieter für Lehman, habe dem Vernehmen nach nun doch kein Interesse mehr, weil der Staat keine Garantien übernehmen wolle. 

    Die Krisensitzung, die derzeit in New York läuft, dient offenbar nur noch dazu, den Schaden auszuloten. Lehman hinterlässt 86 Milliarden an problematischen Krediten und ein umfangreiches Derivate-Buch.

    Deshalb ist auch die International Swaps und Derivates Association (ISDA) nun mit am Verhandlungstisch. Die ISDA umfasst 218 Banken, Broker, Versicherungen weltweit. Es geht nun daraum, den Schaden für einzelne Institute und Geschäftspartner von Lehman zu beziffern. 

    Falls der Bankrott tatsächlich eintritt, dann wird er heute um Mitternacht New York Zeit bekannt gegeben, so hieß es aus den USA. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich bis dahin doch noch auf eine Lösung einigt, sei sehr gering.

    Das ganze ist offenbar auch ein Test der Zentralbank. Man möchte herausfinden, ob das Finanzsystem eine solche riesige Pleite ohne staatliche Unterstützung verkraften kann. - Ein Spiel mit dem Feuer, so ein Beobachter.

    Doch Finanzminister Paulson hatte schon früh bekundet, dass es dieses Mal keine Staatsgarantien geben wird. Ohne diese Garantien aber sieht sich keine andere Bank in der Lage, Lehman zu übernehmen.

    Schon einige Stunden früher bekundete ein mit der Materie Vertrauter dem Wall Street Journal, dass es an den Kapitalmärkten ein Blutbad geben würde, wenn es für Lehman keine Lösung gebe. 

     

     

    Bloomberg berichtet:

    Wall Street prepared for a potential Lehman Brothers bankruptcy after Barclays Plc said it pulled out of talks to buy the firm and the government indicated it wouldn't provide funds in a resolution.

    Banks and brokers today held a session for netting derivatives transactions with Lehman, or canceling trades that offset each other, in case the New York-based firm files for bankruptcy before midnight New York time.

    ``The purpose of this session is to reduce risk associated with a potential Lehman Brothers Inc. bankruptcy filing,'' the International Swaps and Derivatives Association said in a statement today. The ISDA includes 218 banks, brokerages, insurance companies and other financial institutions from the U.S. and abroad.

    The step indicates that Wall Street lacks confidence that three days of talks to find a buyer for Lehman, held at the Federal Reserve Bank of New York, will be successful. Treasury Secretary Henry Paulson, who has led the talks with New York Fed President Timothy Geithner, was adamant two days ago against using taxpayer funds in a resolution.

    The fourth-largest securities firm until the past week, Lehman has thousands of such trades in credit, equity, commodity, interest rates and currency derivatives.

    ``ISDA confirms a netting trading session will take place between 2 p.m. and 4 p.m. New York time for over-the-counter derivatives,'' the ISDA said. ``Trades are contingent on a bankruptcy filing at or before 11:59 p.m. New York time, Sunday, Sept. 14, 2008. If there is no filing, the trades cease to exist.''

    The announcement came after Barclays, the U.K.'s third- biggest bank, said it abandoned talks to buy Lehman, contending it couldn't obtain guarantees to protect against potential losses at the U.S. securities firm.

     

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