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    Sunday, 12. October 2008
    Die Katastrophe ist da. Märkte im freien Fall. Warnungen vor Weltwirtschaftskrise. Doch sie ist schon längst da. USA haben  Rettung des Systems aufgegeben und bereiten sich auf den „Tag danach“ vor.


    Klaren Kopf bewahren und nicht den Beschwichtigungen glauben ist das Gebot der Stunde.

    Zusammenbrechende Banken, Island vor dem Staatsbankrott, geschlossene Börsen in Russland, Asien und Österreich, Bankenverstaatlichungen und einbrechende Wirtschaftsdaten. Wie sieht eine Weltwirtschaftskrise aus, wenn nicht so? Die Meldungen überschlagen sich und man kommt in dem ganzen Medienwahnsinn kaum noch dazu, das Wesentliche zu erkennen.

    Konzentrieren wir uns also auf die wichtigsten Fakten, die uns Hinweise auf die weitere Entwicklung geben. Es brennt an allen Ecken des Globus. Seit der Globalisierung ist alles in einer Art und Weise miteinander Verknüpft, dass niemand die ganzen Konsequenzen aus den bereits aufgetretenen Verwerfungen nachvollziehen kann. Erstrecht nicht die Politiker.

    Als ich am Donnerstag bei der Sendung Maybritt Illner zu Gast war, wurde mir das dramatisch bewusst. Wir stehen mitten in einer Katastrophe und die Politiker, von denen wir Lösungen erwarten, haben noch nicht einmal verstanden um was es geht. Sie streiten sich, wer vor 5 Jahren welches Gesetz blockiert oder beschlossen hat. Machen Wahlkampf anstatt nach Lösungen zu suchen. Ich war entsetzt. Von denen ist keine Hilfe zu erwarten.
     
    Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass uns unser Wirtschaftssystem mit 70% Wahrscheinlichkeit  gerade zusammenbricht.

    Die USA haben meines Erachtens eine Rettung des Systems aufgegeben und bereiten sich bereits auf den „Tag danach“ vor. Die Europäer haben das noch nicht verstanden. Diesem Zweck diente auch das 700MRD „Rettungspaket“. Es wurde benötigt um die wichtigen und mächtigen Institute wie Goldman Sachs, aber auch Industrieunternehmen wie General Electric etc. mit genügend Geld auszustatten, damit diese nach dem Zusammenbruch weiterarbeiten können und das System nach dem „Reset“ weiter läuft. Es findet ein kontrollierter Zusammenbruch statt. Man bemüht sich lediglich, das Tempo ein wenig herauszunehmen. Der Tiefstpunkt wird in einigen Monaten erreicht sein.
     

    Es besteht kein Grund zur Panik (Der besteht eigentlich nie), aber sehr wohl besteht Grund zu überlegtem Handeln. Ein solcher Zusammenbruch bedeutet nicht das Ende der Welt. Die Erde dreht sich weiter und es geht auch morgens die Sonne auf.

    Es wird auch dann noch Banken und Unternehmen geben, aber es kommt eben zu sehr großen Umbrüchen und Veränderungen. Es sieht so aus, als würden sich auch große Investoren mit viel Bargeldhaltung auf den „D-Day“ vorbereiten. Das Gleiche sollten Sie tun. Bargeldhaltung.

    Keine Aktien, keine Fonds usw. Auch Gold ist im Moment keine akute Empfehlung (abgesehen von dem Grundstock, der immer gilt). Im Moment zählt nur Bargeld.

    Das ist auf dem Konto (noch) gut aufgehoben, muss aber beobachtet werden. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit fallen die Märkte noch sehr, sehr tief.

    Ich gehe von einem Unterschreiten der Tiefs von 2003 aus und halte sogar einen 3stelligen Daxstand für möglich. Nicht für zwingend, aber für MÖGLICH !  Wenn wir diese Phase erreichen, ist die Zeit zum Investieren. Es sollte dann ein Zeitfenster von wenigen Wochen geben, innerhalb dessen man sein Geld unbedingt investiert MUSS.

    Sei es Immobilien oder Aktien oder Edelmetalle. Es besteht dann die akute Möglichkeit, dass es zu Veränderungen im Währungssystem kommt. Dazu aber später mehr. Aber noch mal ganz klar : So sieht es im Moment für MICH aus ! Es muss nicht so kommen.

    Ich kann irren !! ICH sehe es im Moment so. Vielleicht kommen in einigen Tagen neue Informationen, und die Welt ist plötzlich eine andere (bessere). Aus heutiger Sicht ist das MEINE Meinung.

    Bitte überdenken Sie stets alles mit Ihrem eigenen gesunden Menschenverstand. Vertrauen Sie keinem „Experten“ blind. Auch mir nicht !

     

    Notmaßnahmen vom Wochenende lächerlich 

    Was bisher bezüglich der Krisenintervention der G7 bekannt wurde ist geradezu lächerlich. Absichtserklärungen, sonst nichts. „Gemeinsames Handeln“, „Konsequentes Vorgehen“ Bla,bla. Welche Fakten ? Was will man tun? Das Überleben der wichtigsten Banken soll garantiert werden. Vermutlich indem sich der Staat daran beteiligt (Verstaatlichung). OK. Den Rest kann man also absaufen lassen!? 

    Das entspricht genau meiner Einschätzung. Man bereitet sich auf den Tag „danach“ vor. Man lässt das System absaufen und rettet nur die wichtigsten Elemente über die Runden, um danach neu starten zu können. Wenn das in Europa weiterhin jeder Staat für sich macht, entstehen daraus Gefahren für das Europäische Währungssystem, da unterschiedliche Garantien der einzelnen Länder zu großen Kapitalüberträgen in das Land mit der jeweils besten Garantie führen.

    Nehmen wir an Irland bietet einen Vollkaskoschutz für alle Gelder an. Italien nicht. Dann werden die Menschen und Unternehmen ihr Geld von den italienischen Banken abziehen und nach Irland übertragen. Die italienischen Banken brechen zusammen während die irländischen profitieren.


    Das wird Italien nicht zulassen und den Kapitalübertrag verbieten. Der Euro stünde vor größten Belastungsproben. Die europäischen Staaten müssen sich dringend auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, ich befürchte aber, dass jeder nur seine eigene Haut retten will.

    Die Kreditklemme (Banken trauen einander nicht) wird vermutlich gelöst, indem der Staat als Vermittler dient. Bank A leiht das Geld an den Staat, der gibt es an Bank B weiter. Wenn Bank B nicht zurückzahlen kann, hat der Staat Pech gehabt. Das kann kurzfristig den Geldmarkt wieder in Gang bringen, birgt aber ungeahnte Risiken für die Staatshaushalte.

    Wann diskutieren wir die nächsten Staatspleiten nach Island? Wenn eine der großen Schweizer Banken kippen würde, hätte auch die Schweiz ein Problem. Die Banken sind wesentlich größer als der Schweizer Staatshaushalt. Der Franken ist also im Moment keine sinnvolle Alternative. 


    Das sind einige Schlaglichter der aktuellen Krise. Ich könnte Ihnen seitenweise weitere Brennpunkte nennen. So kommt mittlerweile auch der internationale Schiffsverkehr (Warentransport) in Gefahr, da die Kreditgarantien, mit denen die Schiffsladungen auf den Weg geschickt werden, auszutrocknen drohen. Das könnte zu Lieferengpässen vieler Güter führen.


     

     

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