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    Isländer stürmen Supermärkte | Drucken |  E-Mail
    Tuesday, 14. October 2008
    Dem Land gehen die Devisen für Lebensmittelimporte aus. Preissteigerung in wenigen Tagen über 50 Prozent. Supermärkte ausverkauft. Logistik-Ketten mit Problem.

     

    Isländer hamstern Lebensmittel. Wegen der Abwertung der Krone sind alle Importwaren drastisch teuerer geworden. Auch scheinen die Logistikketten nicht mehr einwandfrei zu funkionieren. In der Bevölkerung macht sich Panik breit. Manche Supermärke sind schon ausverkauft. Devisen sollen in Zukunft nur noch für das Nötigste ausgegeben werden.

    Die Welt:

    Die Isländer decken sich mit Lebensmitteln ein, bevor es nichts mehr gibt. 

    Nach dem Zusammenbruch der drei größten Kreditinstitute des Landes steckt der heimische Devisenmarkt in der Klemme, und Lieferanten aus dem Ausland verlangen Vorausbezahlung für Waren. Island muss angesichts seiner kargen Landschaft fast alle Lebensmittel außer Fleisch, Fisch und Milchprodukten importieren.

    "Die letzten Tage waren verrückt", berichtet Johannes Smari Oluffsson, Manager eines Bonus-Supermarkts in Reykjavik. Die Discount-Lebensmittelkette hat nur noch für zwei Wochen Waren auf Lager. Danach werden die Supermarktregale wohl leer bleiben, es sei denn Bonus erhält Zugang zu Devisen, erläutert der Manager.

    Die Isländer müssen für Waren bereits tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Obst und Gemüse, das fast vollständig importiert werden muss, sind in den vergangenen Monaten um etwa 50 Prozent geklettert, berichtet Steinunn Kristinsdottier aus Reikjavik, die mit einem voll geladenen Einkaufswagen aus dem Bonus-Supermarkt kommt. "Den Leuten macht die Situation etwas Angst. Sie wissen nicht, was passieren wird", erläutert sie.

    "Es gibt heute im ganzen Land absolut keine Devisen für Importe", berichtet Andres Magnusson, Vorstandsvorsitzender des isländischen Handelsverbands. Island erwägt nun, den Internationalen Währungsfonds IWF um Geld zu bitten. Die Regierung hat die Banken aufgefordert, Devisentransaktionen in erster Linie auf lebensnotwendige Dinge wie Lebensmittel, Medikamente und Öl zu beschränken. In der Vorwoche konnte eine der größten Supermarktketten Islands keine Devisen beschaffen, um Waren im Ausland zu kaufen, berichtete Magnusson. Bei einem anderen Einzelhändler ging eine elektronische Zahlung nicht durch. Wenn sich nichts ändert, werde es Ende nächster Woche Engpässe bei "Waren des täglichen Bedarfs" geben, warnt er.

    Bloomberg:

    Icelanders are flooding the supermarkets one last time, stocking up on food as the collapse of the banking system threatens to cut the island off from imports.

    ``We have had crazy days for a week now,'' said Johannes Smari Oluffsson, manager of the Bonus discount grocery store in Reykjavik's main shopping center. ``Sales have doubled.''

    Bonus, a nationwide chain, has stock at its warehouse for about two weeks. After that, the shelves will start emptying unless it can get access to foreign currency, the 22-year-old manager said, standing in a walk-in fridge filled with meat products, among the few goods on sale produced locally.

    Iceland's foreign currency market has seized up after the three largest banks collapsed and the government abandoned an attempt to peg the exchange rate. Many banks won't trade the krona and suppliers from abroad are demanding payment in advance. The government has asked banks to prioritize foreign currency transactions for essentials such as food, drugs and oil.

     

     

     

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