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    Nachkriegsweltordnung gescheitert? | Drucken |  E-Mail
    Friday, 28. November 2008
    Szenario: Neue Weltleitwährung. Globale Referenzwährung: Basis Euro, Rubel und Yuan? Gedankenspiele - bald Realität?

    Vor einer Woche prognostizierten US-Geheimdienste  den Niedergang der USA. Der US-Dollar verliert seine Rolle als Leitwährung. Die USA verliert politische und wirtschaftliche Macht. Die US-Geheimdienste sehen für die Weltmacht eine düstere Zukunft.

    Das weltweite Machtgefüge, wie es nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert wurde, gehört der Vergangenheit an. Das folgende Szenario werden die Amerikaner nicht mögen, aber sie werden es verstehen.

    Gedankenspiele: 

     Bild Nr. 28291 - 2 mal gesehen

    Da sitzen sie, am runden Tisch und wollen sich mit den Folgen der aufbrandenden Weltwirtschaftkrise auseinandersetzen. Bretton-Woods, gehört auf den Müllplatz der Geschichte, darüber sind sich alle einig. Die Zukunft einer neuen ``multipolaren`` Weltordnung muss gestaltet werden.

    Nennen wir sie: Angela, amtierende deutsche Kanzlerin. Niklas, derzeitiger französische Präsident. Wladimir Wladimirowitsch, gegenwärtiger Ministerpräsident und Ex Präsident Russlands. Hu Jin, Ministerpräsident der Volksrepublik China.

    Eine Runde der diplomatischen Töne. Niemand legt die Füße auf den Tisch. Niemand grölt "my country first". Dennoch, verfolgen alle Teilnehmer konsequent die Interessen ihrer Länder. Alle gemeinsam sind sich im klaren: So geht es nicht weiter.

    Angela meint: "Wenn Globalisierung keine Regeln kennt, ist Systemversagen programmiert. Genau diese Situation haben wir jetzt. Die USA haben jahrzehntelang keine gegen Sie geltenden Regeln zur Kontrolle oder Steuerung der Weltfinanz- und Weltwirtschaftsmärkte zugelassen. Transparenz war nicht erwünscht. Man hat uns dominiert. Nun stehen wir kurz vor dem Zusammenbruch der Weltmärkte."

    "Hauptgrund für die aktuelle Krise war der Aufbau enormer Leistungsbilanzungleichgewichte", wirft Hu Jin ein. "Wir, in aller Welt finanzieren die defizitäre USA seit Jahrzehnten mit unseren Überschüssen. 2 Milliarden oder sind es schon 5 Milliarden, leiht die Welt den Amerikanern täglich zur Finanzierung ihres amercan way of life. Das tun wir doch nur, weil wir von der Weltleitwährung Dollar abhängig sind."


    "Leider hat die Globalisierung auch noch eine äußerst gefährliche militärische Komponente", sorgt sich Wladimir Wladimirowitsch. "Zwei territoriale Kriege, einen asymmetrischer Krieg gegen Terror, militärische Einflussname in aller Welt und die Verteidigung des Öl- Dollarprivilegs mit militärischen Mitteln können schnell eskalieren."

    Niklas, dem immer noch das Gedankengut der Grande Nation anhaftet, bringt es auf den Punkt: "Warum lassen wir uns von den USA weiter gängeln? Ich sehe überhaupt keinen Grund für Unterwürfigkeit. China hat 1.300 Millionen Einwohner, Russland hat 140 Millionen Einwohner und die Europäische Union hat 490 Millionen Einwohner. Unsere Wirtschaftsräume sind nicht nur kontinental miteinander verbunden sondern auch wirtschaftlich kompatibel. Ich schlage vor: Die Verantwortung muss neu verteilt werden."

    "Das sehe ich auch so", bestätigt Angela.  "Wir brauchen eine neue Weltleitwährung mit der künftig alle Rohstoffe abgerechnet und Devisenreserven bevorratet werden. Wir schaffen auf der Basis Euro, Rubel und  Yuan eine globale Referenzwährung die groß genug ist die gesamte Welt zu versorgen."


    "Ja", beschließt Hu Jin. "Je schneller, desto besser."

    "Schaffen wir Fakten, noch bevor die neue US-Regierung im Amt ist" bestätigt Niklas.


     

    Verweise Russland, China:

    Russland und China wollen in Zukunft ganz auf US Dollar verzichten. Die US-Währung soll durch Rubel und Yuan ersetzt werden. (Ria Novosti 30.7.2008)

    Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin ruft die heimischen Ölunternehmen auf, die Nationalwährung, den Rubel, stärker bei Geschäften mit ausländischen Partnern zu nutzen. An der russischen Ölbörse müsse natürlich in Rubel gehandelt werden. Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat die strategische Aufgabe gestellt, den Rubel als Regionalwährung zu etablieren.Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet eine weltweit zunehmende Nachfrage nach der russischen Nationalwährung, dem Rubel. (Ria Novosti 11.7.2008)

     

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