| Gold und die 1.000-Dollar-Marke | | Drucken | |
| Friday, 5. June 2009 | |
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Es wird spannend, ob der
Goldpreis die 1000-Dollar-Marke überwinden kann. Unter anderem wird es
davon abhängen, ob wir weltweit in eine deflationäre oder inflationäre
Phase übergehen.
Gold versucht nun schon seit eineinhalb Jahren die 1000-Dollar-Marke zu überwinden, bisher ohne Erfolg:
Quelle: www.tradesignal-online.de
Wenn wir uns den Chart ansehen,
erkennen wir, dass mittlerweile der vierte Anlauf startet, diese Marke
zu knacken. Sollte dieser auch scheitern, wird es langsam brenzlig. In
diesem Fall bildet sich eine schön symmetrische Top-Formation in Form
eines Doppeltops aus. Das Besondere wäre dann, dass in jedem der beiden
großen Tops zwei kleinere entstanden wären.
Man kann also zu diesem Zeitpunkt
erst einmal folgendes festhalten: Unter die 850er Marke sollten die
Kurse nicht mehr fallen, dann wird es brenzlig.
Wenn die Formation nach oben aufgelöst wird
Auf der anderen Seite, wenn Gold die
1000-Dollar-Marke schafft, wäre diese mögliche Topformation aufgelöst.
In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass es zunächst impulsiv weiter
nach oben geht. Allerdings sollte nach diesem Ausbruch die
1.000-Dollar-Marke auch noch einmal von oben getestet werden,
schließlich hat sie eineinhalb Jahre den Kursverlauf bestimmt.
Psychologisch wichtige Widerstände
Grundsätzlich ist es nur normal,
dass Indizes mit derart wichtigen Widerständen eine Weile beschäftigt
sind. Im Gold stellt diese 1000-Dollar-Marke, wie ich hier auch schon
einmal beschrieben hatte, einen wichtigen psychologischen
Paradigmenwechsel dar. Am Anfang war es für viele Anleger noch schwer,
sich einen vierstelligen Goldpreis dauerhaft vorzustellen. Mittlerweile
wird man sich an diese Vorstellung bereits etwas mehr gewöhnt haben.
Allerdings ist das natürlich nur ein
Teil der Betrachtung. Der Dollar hat von August 2008 bis Oktober 2008
eine massive Rally hingelegt. Das lag unter anderem daran, dass von
US-Investoren weltweit Investitionen aufgelöst und in die USA
zurückgeführt wurden. Sprich, andere Währungen wurden verkauft, der
Dollar wurde gekauft.
Quelle: www.tradesignal-online.de
Dieser Anstieg des Dollars ist im
Goldpreis zwar als Kursverlust zu erkennen, aber er wurde nicht ganz
umgesetzt. Das wird deutlich, wenn man sich den Goldpreis in Euro
anschaut.
Quelle: www.tradesignal-online.de
Gold hat in Euro schon das Hoch von
2008, mit dem der Goldpreis in USD noch kämpft, überwinden können.
Hieran erkennt man, dass der Goldpreis in USD den Anstieg des
Dollars überkompensiert hat. Aber noch etwas anderes fällt in diesem
Chart auf. Der jüngste Anstieg des Goldpreises in Dollar, der diesen
wieder an die 1000 Dollar Marke gebracht hat, wurde im Euro nicht mehr,
beziehungsweise kaum umgesetzt. Auch hier haben sich demnach eher die
Veränderungen bei den Devisen ausgewirkt.
Es wird also spannend, ob der
Goldpreis die 1000-Dollar-Marke überwinden kann. Unter anderem wird es
davon abhängen, ob wir weltweit in eine deflationäre oder inflationäre
Phase übergehen. Diese Frage ist meines Erachtens immer noch nicht
geklärt...
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