| Schweinegrippe Impf -Teufelskreis | | Drucken | |
| Saturday, 28. November 2009 | |
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Widersprüche bei der Schweinegrippe-Impfung: die Ständige Impfkommission empfiehlt jetzt auch eine Pneumokokken-Impfung. Tote angeblich nicht wegen Schweinegrippe, sondern wegen der Folgen. Weiterhin aber auch Tote direkt nach Impfung. / Regierung will unbequemen Pharma-Kontrolleur ablösen.
Älteren Menschen, die sich vor Komplikationen nach einer Schweinegrippeinfektion fürchten, rät der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Friedrich Hofmann, dringend, sich auch gegen Pneumokokken impfen zu lassen.
Dem Nachrichtenmagazin FOCUS zufolge zeigen neue Daten aus den USA, dass ein wachsender Teil der Schweinegrippetoten nicht an dem Virus, sondern an einer folgenden bakteriellen Infektion stirbt. Unter diesen Bakterien dominieren wiederum Pneumokokken, „die, wie wir schon länger wissen, häufig eine bösartige Verbindung mit Influenzaviren eingehen“, so Hofmann zu FOCUS. Pneumokokken können Lungen- und Hirnhautentzündungen hervorrufen.
Eine 73 Jahre alte Frau aus Billerbeck (Kreis Coesfeld) ist nach einer Impfung gegen die Schweinegrippe gestorben. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster am Freitag mitteilte, war die Frau am Donnerstag geimpft worden. Einen Tag später war sie tot.
Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion der Leiche an, um zu klären, ob der Tod der Frau in Zusammenhang mit der Impfung steht.
Regierung will unbequemen Pharma-Kontrolleur ablösen Regierungskreise betreiben die Ablösung von Peter Sawicki, dem Chef des staatlichen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – er gilt alsallzu kritisch gegenüber der Pharmaindustrie, berichtet DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.
Die führenden Gesundheitspolitikerder Unionsfraktion sprechen sich in einem Papier („Kernforderungen an eineschwarz-gelbe Gesundheitspolitik“) für eine Neuausrichtung des Kontrollinstitutsaus. Dazu gehöre auch ein Wechsel an dessen Spitze. Im Detail ist geplant, Sawickinach Ablauf seines Fünfjahresvertrags 2010 durch einen industriefreundlicheren Die Vertreter von Krankenkassen und Ärzteschaft haben zwar signalisiert, dass sie Sawicki gern im Amt belassen würden; doch dievom langjährigen Ministeriumsbeamten Georg Baum (FDP) geführte Deutsche Krankenhausgesellschafthat in Absprache mit dem Gesundheitsressort bereits ihrVeto gegen eine Vertragsverlängerung angekündigt.
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