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    MMnews gesperrt von Trend Micro | Drucken |  E-Mail
    Sunday, 29. November 2009
    Der Anti-Viren-Konzern Trend Micro ("McAfee", "OfficeScan") blockiert MMnews ohne Grund. User erhalten Warnung wegen angeblicher "Bedrohung". MMnews auf Liste der "bösartigen Seiten" aufgenommen. Auch andere Seiten betroffen. Anti-Viren-Software: Die Zensur der Zukunft?
     
    Update Montag 15:30 - Trend Micro hat die Domains entsperrt. Keine "Virengefahr" bei MMnews und anderen.

     

    Update Montag 15:30

    Trend Micro Deutschland hat in einem Telefongespräch bestätigt, dass MMnews und die unten genannten Domains gesperrt waren. Nach umfangreichen "Tests" sind diese aber als Viren-frei befunden worden und seit heute 15:30 auch von der Sperrliste genommen worden. Somit kann man nun auch MMnews wieder mit Trend Micro Produkten ansteuern. Eine Begründung für die Sperrung soll innerhalb von 48 Stunden erfolgen.

    In diesem Zusammenhang Dank an Jens Blecker von  www.infokriegernews.de der sich bei Trend Micro noch einmal unmißverständlich gegen die Sperrungen einsetzte.

    --- 

    Manchmal passieren Dinge, die glaubt man eigentlich gar nicht. Doch uns erreichen derzeit Mails, die besagen, dass das MMnews von Anti-Viren-Programmen gesperrt wird.  Es geht um Anti-Viren Produkte der Firma "Trend Micro", einem der größten Anti-Viren-Software Hersteller der Welt. Das Unternehmen wurde bekannt z.B. durch "McAfee".

    Zur Produktpalette von Trend Micro gehöhren auch "OfficeScan" und "Be Worry-Free".  Dieser Virenschutz ist weltweit millionenfach im Einsatz. Besonderheit: Das Programm sperrt "verdächtige" Internetseiten automatisch. Der Zugang wird komplett blockiert. Die Software ist besonders bei Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Universitäten im Einsatz, um Computer zu schützen.

    Trend Micro kennt dabei offenbar kein Pardon. Seiten, die vom Konzern als "bösartig" eingestuft wurden, werden erst gar nicht angezeigt. Stattdessen erhält der User die Warnung, dass es sich um eine betrügerische Seite - "Bedrohungsquelle" handelt.

    Mit dem Anti-Viren-Produkt  "Officescan", welches offenbar auch bei vielen kleineren Firmen im Einsatz ist, erhält der User folgenden Warnhinweis, wenn er MMnews angsteuert:

      Bild Nr. 29261 - 1 mal gesehen

    Warnhinweis bei "OfficeScan" für MMnews, zugeschickt von einem User

    Wer mit OfficeScan MMnews sehen will, erhält statt der Seite den Warnhinweis: "Die Seite, die Sie ansteuern, ist ein potentielles Sicherheitsrisiko. Trend Micro OfficeScan blockiert diese URL entsprechend der Netzwerk-Sicherheitsregeln.

    Weiter heisst es in der Warnmeldung:

    Risikostufe: Hoch

     

    Ein anderes Sicherheitsprodukt von Trend Micro trägt den schillernden Namen "Be Worry-Free"  ("Sei sorgenfrei"). Offenbar kann man mit diesem "Spitzenprodukt" nur noch den Mainstream ansurfen. Bei MMnews spuckt "Be Worry-Free" folgende Warnung aus: 

     

    Trend Micro Worry-Free Business Security


     

    Die Seite wurde gesperrt.

     

    URL:

    http://www.mmnews.de/

    Bewertung:

    Gefährlich

    Bedrohungsinformationen:

     

    Als betrügerische Seite oder Bedrohungsquelle bestätigt.

     

    So beeinflussen Sie, welche Seiten gesperrt werden:

    ·  Wenden Sie sich an Ihren Administrator, um Informationen über Sicherheitseinstellungen in Ihrem Netzwerk zu erhalten.

    ·  Senden Sie Kommentare und Anmerkungen an Trend Micro.

    Auch ein Test durch uns selbst direkt bei Trend Micro ergab als Analyse, dass MMnews "malicious"  (bösartig) sei. Selbstverständlich haben wir uns sofort bei dem Konzern beschwert und umgehend Antwort auf die Frage verlangt, warum die Seite auf die Sperrliste gelangte. Diese Antwort steht bisher aus.

    Wer den Zensurtest bei Trend Micro selbst durchführen will, kann dies hier tun: --->Trend Micro       In Sachen MMnews lautete das Urteil:   

    Web reputation result: This URL is currently listed as malicious.

    Dieser Vorgang zeigt in aller Deutlichkeit, woher in Zukunft der Wind wehen könnte. Nicht nur durch Politik ist die Freiheit des Internets bedroht, sondern auch durch so genannte "Anti-Viren-Software" Hersteller. Wenn ein Anti-Viren-Programm eine Seite auf die schwarze Liste nimmt, dann bleibt das natürlich nicht ohne Folgen für die Gesamtreputation, insbesondere was die Platzierung bei Suchmaschinen angeht.

    Zukunftsvision der Internet-Zensur: Wer ein Anti-Viren-Programm installiert hat, bei dem bestimmt  dann der Hersteller, welche Seiten angesteuert werden können und welche nicht. Aufmüpfige User werden erschreckt mit dem eindringlichen Warnhinweis, dass die entsprechende Seite ein hohes Sicherheitsrisiko birgt. Wer würde da schon gern das Gegenteil ausprobieren? Aus Angst vor einer angeblichen Virengefahr werden viele User eine solche Seite vermutlich erst gar nicht aufrufen wollen.

    Wir halten das Vorgehen von Trend Micro für einen ungeheuerlichen Skandal. Zumal noch nicht einmal die Gründe für die Sperrung genannt wurden. Dem unvoreingenommenen User wird MMnews auf diese Weise als "gefährliche" Seite dargestellt, auf der er sich womöglich Viren einfängt.

    Dies ist absolut nicht der Fall.  Von MMnews geht keine Virengefahr aus! Uns ist nicht bewusst, dass unser Server auf irgendeine Weise verseucht sein könnte. Dafür sorgen strenge Kontrollen.

    Bleibt also nur noch die Möglichkeit, dass MMnews denunziert worden ist und auf Grund seiner Inhalte als "gefährlich" eingestuft wird.

    Alle Versuche, MMnews von der Schwarzen Liste zu streichen, waren bisher erfolglos. Auch auf eine entsprechende Mail, auf der wir dies verlangten, wurde erst gar nicht geantwortet. Darin wollten wir zumindest den Grund wissen, warum MMnews gesperrt wurde - auch darauf gab es keine Antwort.

    Sind andere "kritische" Seiten zensiert von Trend Micro?

    MMnews ist kein Einzelfall. Das gleiche Schicksal wie MMnews teilt auch www.gulli.com. Auch diese Seite wird von Trend Micro als "bösartige Bedrohung" eingestuft und wird mit entsprechenden Warnhinweisen blockiert.

    Ebenfalls nicht mehr zugänglich sind beispielsweise www.wahrheitsbewegung.net oder  www.hidemyass.com. Alle genannten Seiten gehören zu den unabhängigen Medien bzw. geben Tipps gegen Überwachungspraktiken im Internet. Ein Test der genannten Seiten ergab allerdings, dass von diesen Internetauftritten keinerlei Virengefahr ausgeht.

    Unser Rat deshalb:

    • Deinstallieren Sie alle Trend Micro Produkte.
    • Verlangen Sie Ihr Geld zurück.
    • Protestieren Sie bei Trend Micro gegen die Zensurpraktiken!

    Rat an alle Blogger und Seitenbetreiber:

    Checken Sie, ob Ihre Seite auch schon auf der "Schwarzen Liste" steht. (--->Trend Micro  ). Sollte dies der Fall sein, können Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die entsprechende Seite von Trend Micro blockiert wird.

    © MMnews
     

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