| Steuer für Nicht-Kirchenmitglieder | | Drucken | |
| Tuesday, 22. December 2009 | |
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IWH-Präsident will Ethiksteuer für Nicht-Kirchenmitglieder. „Wer aus der Kirche austritt
und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale
Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten.“
Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum, will mit einer Ethiksteuer die Austrittswelle aus der Kirche bremsen. In der BILD-Zeitung (Dienstagausgabe) forderte Blum: „Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten.“ Er schlage deshalb eine „Ethiksteuer nach italienischem Vorbild vor“. Der Satz für diese Steuer könnte sieben Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer betragen. Damit könnte die Zahl der Kirchenaustritte möglicherweise gebremst und Trittbrettfahrerverhalten unterbunden werden. „Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch“, sagte Blum der Zeitung.
Die
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rechnet wegen der Wirtschaftskrise
in diesem Jahr mit einem deutlichen Einbruch der Kirchensteuereinnahmen. Der Rückgang gegenüber 2008 werde bei acht bis neun Prozent liegen, sagte
ein EKD-Sprecher.
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