| Geld, Schuld und Crash | | Drucken | |
| Tuesday, 2. February 2010 | |
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Was ist Geld? Wer regiert wirklich die Welt? Warum Staatsschulden nicht zurückgezahlt werden dürfen. Warum Banken kein "Geld" verleihen. Und warum das System auf lange Sicht kollabiert. Die Vorboten: Überwachungsstaat und Steuer-Stress.
Ein Beitrag von --->www.steuerboykott.org
Die Staatsgewalt geht nicht vom Volke aus sondern von Banken,
Konzernen, Medien und Politikern, die ihre gemeinsamen Interessen gegen
den Willen des Volkes durchsetzen. Ihre Autorität über das Leben der
Menschen wächst dank der Struktur des Geldsystems immer weiter, während
der Staat systematisch immer tiefer in die Schuldenfalle getrieben wird.
Diese Instrumente werden zum Teil heute schon dafür eingesetzt, die ständig wachsende Belastung der Steuerzahler durchzusetzen und Aufstände einzudämmen. Doch selbst der Überwachungsstaat stößt bald an seine Grenzen. Die Rückzahlung der Staatsschulden ist unmöglich.
Das Wachstum von Steuerlast und Schulden ist systembedingt. Geld
entsteht ausschließlich dadurch, daß Zentral- und Geschäftsbanken es
verleihen. Die gesamte Geldmenge wurde dem Staat, den Unternehmen und
den Bürgern nur geliehen. Jeder einzelne Euro müßte theoretisch
zurückgezahlt werden. Nach der Rückzahlung aller Schulden gäbe es kein Geld mehr. Das Geldsystem ist ein Taschenspielertrick. Banken verleihen kein Geld, sie geben Kredit. Bei jeder Kreditvergabe erzeugen sie neues Geld einfach per Knopfdruck und verlangen dafür Zinsen.
2.000 Euro Zentralbankgeld erlauben es einer Geschäftsbank im
Euro-Raum, Kredite in Höhe von 100.000 Euro zu vergeben. Dieser
Multiplikatoreffekt wird durch den Mindestreservesatz von 2% ermöglicht.
Jeder Bargeld-Euro, den man auf ein Bankkonto einzahlt, kann also von der Bank 50-fach weiterverliehen werden, wodurch neues Giralgeld entsteht. Für jeden abgehobenen Euro hingegen muß die Menge an Giralgeld entsprechend schrumpfen. Dieses System funktioniert, solange nicht alle Menschen mehr als 2% ihres Giralgeldes in Zentralbankgeld umtauschen wollen, indem sie Bargeld vom Konto abheben. Abgesehen von den 2% Mindestreserve ist Giralgeld nicht durch die Banken gedeckt sondern durch das Eigentum ihrer Schuldner. Beispiel: Eine Bank gibt 100.000 Euro Kredit zu 6 % Zinsen für ein teilweise finanziertes Haus: Auf der Passivseite der Bankbilanz erscheinen die neuen 100.000 Euro, die die Bank dem Schuldner aus dem Nichts als Guthaben auf das Konto gebucht hat. Auf der Aktivseite erscheint die Forderung der Bank an den Hausbesitzer in Höhe von 106.000 Euro. Das frisch geschaffene Geld ist nun durch das Haus des Schuldners gedeckt, doch die Zinsen dafür bekommt die Bank. Nach diesem Prinzip entstand die gesamte Geldmenge. Sie ist gedeckt durch das Eigentum der Schuldner, und die Zinsen kassieren stets die Banken. Doch der eigentliche Clou kommt erst noch: Rechnet man sämtliches Geld und alle Schulden zusammen, stellt man fest, daß das Geld für die Zinsen noch gar nicht existiert. Da
sämtliches Geld dadurch entstand, daß Banken Kredite gegeben haben,
steht der gesamten Geldmenge ein gleich großer Schuldenberg gegenüber –
plus Zinsschulden.Das für die Rückzahlung aller Schulden notwendige Geld ist zwar in Umlauf, jedoch nicht das Geld für alle Zinsen. Das muß man sich wiederum ausleihen, und so weiter. In diesem Teufelskreis muß die Wirtschaft stets schneller wachsen als die Zinslast. Nur dann sind die zusätzlichen Kredite gedeckt, die für die Zinszahlungen benötigt werden. Wehe wenn die Wirtschaft aufhört zu wachsen! Insolvenzen sind in diesem System als mathematische Funktion eingebaut. Deshalb benötigen die Banken auch immer Sicherheiten. Jedes Jahr bekommen sie mit Sicherheit einen Teil davon oder noch mehr Schuldner, denn das Geld für alle Zinsen existiert einfach nicht. So kommen die Banken an reale Werte, obwohl sie nie etwas Reales verliehen hatten. „Die Bank gewinnt immer.“ Dieser alte Taschenspielertrick basiert auf einfacher Mathematik. Er funktioniert nicht nur im Casino sondern ist die Basis unseres gesamten Finanzsystems. Diese wenigen Fakten sind doch schnell erklärt und leicht zu verstehen. Nur wer Wirtschaft studiert hat, tut sich damit anfangs etwas schwerer, denn die offiziellen Theorien vernebeln einem komplett die Sicht auf das Wesentliche, nämlich auf die Geldschöpfung und den Zinseszinseffekt.
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Und
das Geld für die Zinsen ist in der existierenden Geldmenge noch gar
nicht enthalten. Es wurde zuvor nicht mit verliehen und muß wiederum
von den Banken geschaffen, also verliehen werden. Dieser Teufelskreis
läßt die Summe aller Schulden immer weiter wachsen. Geldmenge und
Schulden wachsen zwar gleich schnell, aber die Zinslast wächst
schneller. Trotz all des Wohlstands gerät die Gesellschaft immer tiefer
in die Schuldenfalle.
Da
sämtliches Geld dadurch entstand, daß Banken Kredite gegeben haben,
steht der gesamten Geldmenge ein gleich großer Schuldenberg gegenüber –
plus Zinsschulden.