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    Geld, Schuld und Crash | Drucken |  E-Mail
    Tuesday, 2. February 2010
    Was ist Geld? Wer regiert wirklich die Welt? Warum Staatsschulden nicht zurückgezahlt werden dürfen. Warum Banken kein "Geld" verleihen. Und warum das System auf lange Sicht kollabiert. Die Vorboten: Überwachungsstaat und Steuer-Stress.

     

    Ein Beitrag von  --->www.steuerboykott.org

    Die Staatsgewalt geht nicht vom Volke aus sondern von Banken, Konzernen, Medien und Politikern, die ihre gemeinsamen Interessen gegen den Willen des Volkes durchsetzen. Ihre Autorität über das Leben der Menschen wächst dank der Struktur des Geldsystems immer weiter, während der Staat systematisch immer tiefer in die Schuldenfalle getrieben wird.

    Die produktiv arbeitenden Menschen müssen durch permanent steigende Steuern und Abgaben immer mehr Zinsen, Pensionen, Diäten, Provisionen und Boni für Andere erwirtschaften. Hunderte Milliarden Euro werden dem deutschen Steuerzahler derzeit durch „systemrelevante“ Banken gestohlen. Die meisten Politiker und Journalisten handeln dabei nur wie Marionetten des Mammons. Sie beschließen die Gesetze und erzeugen die Meinungen, für die sie bezahlt werden.

    Begründet durch fragwürdigen Terrorismus – wie einst nach dem Reichstagsbrand – werden wieder die Grundrechte und die verfassungsmäßige Ordnung Schritt für Schritt beseitigt.

    • Überwachung der Telekommunikation
    • Einschränkung der Meinungsfreiheit und der informationellen Selbstbestimmung
    • BKA-Gesetz
    • Lissabon-Vertrag
    • Gläserne Bankkonten
    • Einsatz des Geheimdienstes zur Steuereintreibung
    • Online-Durchsuchung
    • Wohnraum-Verwanzung

    Diese Instrumente werden zum Teil heute schon dafür eingesetzt, die ständig wachsende Belastung der Steuerzahler durchzusetzen und Aufstände einzudämmen. Doch selbst der Überwachungsstaat stößt bald an seine Grenzen.

    Die Rückzahlung der Staatsschulden ist unmöglich.

    Das Wachstum von Steuerlast und Schulden ist systembedingt. Geld entsteht ausschließlich dadurch, daß Zentral- und Geschäftsbanken es verleihen. Die gesamte Geldmenge wurde dem Staat, den Unternehmen und den Bürgern nur geliehen. Jeder einzelne Euro müßte theoretisch zurückgezahlt werden. Nach der Rückzahlung aller Schulden gäbe es kein Geld mehr.

    Und das Geld für die Zinsen ist in der existierenden Geldmenge noch gar nicht enthalten. Es wurde zuvor nicht mit verliehen und muß wiederum von den Banken geschaffen, also verliehen werden. Dieser Teufelskreis läßt die Summe aller Schulden immer weiter wachsen. Geldmenge und Schulden wachsen zwar gleich schnell, aber die Zinslast wächst schneller. Trotz all des Wohlstands gerät die Gesellschaft immer tiefer in die Schuldenfalle.

    Technologie, Wissen, Waren und Dienstleistungen sind im Überfluß vorhanden. Die Frage ist nur, warum bei den Menschen, die all das erwirtschaften, immer weniger davon übrig bleibt und die Politiker und Journalisten das Volk auf die nächste Abgabenerhöhung einstimmen. Die Antwort darauf liegt in unserem Geld- und Steuersystem.

    Obwohl jeder mit Geld zu tun hat, wissen nur die Wenigsten, was es tatsächlich ist und wie es in Umlauf kommt. Dabei ist das gar nicht so komplex wie die Menschen glauben sollen. Das Wesentliche ist leicht zu verstehen, nämlich die Geldschöpfung und der Zinseszinseffekt.

    Das Geldsystem ist ein Taschenspielertrick.

    Banken verleihen kein Geld, sie geben Kredit. Bei jeder Kreditvergabe erzeugen sie neues Geld einfach per Knopfdruck und verlangen dafür Zinsen.

    • Zentralbankgeld entsteht, wenn die Zentralbank den Geschäftsbanken Kredite gibt.
      Auch das Bargeld ist Zentralbankgeld.
    • Geschäftsbankengeld entsteht, wenn Geschäftsbanken ihren Kunden Kredite geben.
      Das Geld auf einem Bankkonto ist Geschäftsbankengeld, auch Giralgeld genannt.
    2.000 Euro Zentralbankgeld erlauben es einer Geschäftsbank im Euro-Raum, Kredite in Höhe von 100.000 Euro zu vergeben. Dieser Multiplikatoreffekt wird durch den Mindestreservesatz von 2% ermöglicht.

    Jeder Bargeld-Euro, den man auf ein Bankkonto einzahlt, kann also von der Bank 50-fach weiterverliehen werden, wodurch neues Giralgeld entsteht. Für jeden abgehobenen Euro hingegen muß die Menge an Giralgeld entsprechend schrumpfen.

    Dieses System funktioniert, solange nicht alle Menschen mehr als 2% ihres Giralgeldes in Zentralbankgeld umtauschen wollen, indem sie Bargeld vom Konto abheben. Abgesehen von den 2% Mindestreserve ist Giralgeld nicht durch die Banken gedeckt sondern durch das Eigentum ihrer Schuldner.

    Beispiel: Eine Bank gibt 100.000 Euro Kredit zu 6 % Zinsen für ein teilweise finanziertes Haus:
    Auf der Passivseite der Bankbilanz erscheinen die neuen 100.000 Euro, die die Bank dem Schuldner aus dem Nichts als Guthaben auf das Konto gebucht hat. Auf der Aktivseite erscheint die Forderung der Bank an den Hausbesitzer in Höhe von 106.000 Euro. Das frisch geschaffene Geld ist nun durch das Haus des Schuldners gedeckt, doch die Zinsen dafür bekommt die Bank.

    Nach diesem Prinzip entstand die gesamte Geldmenge. Sie ist gedeckt durch das Eigentum der Schuldner, und die Zinsen kassieren stets die Banken. Doch der eigentliche Clou kommt erst noch: Rechnet man sämtliches Geld und alle Schulden zusammen, stellt man fest, daß das Geld für die Zinsen noch gar nicht existiert.

    Da sämtliches Geld dadurch entstand, daß Banken Kredite gegeben haben, steht der gesamten Geldmenge ein gleich großer Schuldenberg gegenüber – plus Zinsschulden.

    Das für die Rückzahlung aller Schulden notwendige Geld ist zwar in Umlauf, jedoch nicht das Geld für alle Zinsen. Das muß man sich wiederum ausleihen, und so weiter.

    In diesem Teufelskreis muß die Wirtschaft stets schneller wachsen als die Zinslast. Nur dann sind die zusätzlichen Kredite gedeckt, die für die Zinszahlungen benötigt werden. Wehe wenn die Wirtschaft aufhört zu wachsen!

    Insolvenzen sind in diesem System als mathematische Funktion eingebaut. Deshalb benötigen die Banken auch immer Sicherheiten. Jedes Jahr bekommen sie mit Sicherheit einen Teil davon oder noch mehr Schuldner, denn das Geld für alle Zinsen existiert einfach nicht.

    So kommen die Banken an reale Werte, obwohl sie nie etwas Reales verliehen hatten. „Die Bank gewinnt immer.“ Dieser alte Taschenspielertrick basiert auf einfacher Mathematik. Er funktioniert nicht nur im Casino sondern ist die Basis unseres gesamten Finanzsystems.

    Diese wenigen Fakten sind doch schnell erklärt und leicht zu verstehen. Nur wer Wirtschaft studiert hat, tut sich damit anfangs etwas schwerer, denn die offiziellen Theorien vernebeln einem komplett die Sicht auf das Wesentliche, nämlich auf die Geldschöpfung und den Zinseszinseffekt.
     
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