| Steuersünder-Daten-Inflation |
| Saturday, 6. February 2010 | |
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Behörden werden derzeit überschüttet mit Steuersünder-Daten. Nach Baden-Württemberg sind nun auch in Mannheim und München entsprechende Datensätze aufgetaucht - mit Kontodaten von Deutschen bei Schweizer und Luxemburger Banken.
Offenbar werden derzeit weit mehr Pakete mit Daten deutscher
Steuersünder angeboten, als bereits bekannt ist. Nach Informationen des
Nachrichtenmagazins "Spiegel" prüfen neben Deutschlands erfolgreichsten
Steuerfahndern in Wuppertal derzeit auch deren Kollegen in Mannheim und
München angebotene Datensätze.
In der bayerischen Landeshauptstadt
sollen die Steuerbehörden gleich Kunden zweier Banken auf der Spur
sein. Dabei handelt es sich offenbar um eine kleine schweizerische Bank
und ein Geldinstitut in Luxemburg.
Aus dem Fürstentum sollen Daten von
mehr als tausend deutschen Kunden angeboten worden sein. Die
bayerischen Behörden wollen sich dazu nicht äußern und berufen sich auf
das Steuergeheimnis.
Das baden-württembergische Finanzministerium
bestätigte dagegen, dass Mannheimer Steuerfahnder Unterlagen deutscher
Kunden bei Schweizer Banken und Versicherungen prüfen.
Die
Untersuchungen haben bereits Anfang 2009 begonnen, mit einigen wenigen Datensätzen. Vor kurzem hat der Anbieter nachgelegt. Die Behörden
gehen inzwischen von bis zu 2000 betroffenen deutschen Kunden und
mutmaßlichen Steuersündern aus.
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