| Warnung vor Staatsblase | | Drucken | |
| Monday, 8. February 2010 | |
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Morgan-Stanley-Deutschlandchef warnt vor "Staatsblase". "Die Krise, die wir in Griechenland
erleben, ist ein weit über den Mittelmeerraum hinaus greifendes
Phänomen." - "Wir laufen Gefahr, von der
Finanzmarktblase in die Staatsblase hineinzuschlittern."
Der Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley, Dirk Notheis, hat im Gespräch mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe)vor dem Entstehen einer "Staatsblase" gewarnt.
"Die Krise, die wir in Griechenland erleben, ist ein weit über den Mittelmeerraum hinaus greifendes Phänomen", sagte er und warnte: "Wir laufen Gefahr, von der Finanzmarktblase in die Staatsblase hineinzuschlittern."
Manchen Staaten werde es künftig schwer fallen, sich über die Finanzmärkte zu finanzieren. "Das Interesse von Investoren wird deutlich geringer ausfallen, wie zuletzt das Beispiel Portugal gezeigt hat. In manchen Fällen wird es gar kein Geld mehr vom Markt geben", sagte Notheis. Dass spekulative Angriffe, etwa von Hedge-Fonds, den Euro zerstören könnten, hält er jedoch für ausgeschlossen.
Die Haushaltskonsolidierung müsse zum Top-Thema des nächsten G20-Gipfels der führenden Wirtschaftsmächte werden, forderte Notheis. "Wenn wir nicht zeitnah die Haushalte in Ordnung bringen, dann droht eine generelle Vertrauenskrise mit nicht absehbaren Folgen."
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