| DB: Hilfen für Griechenland | | Drucken | |
| Tuesday, 9. February 2010 | |
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Deutsche Bank fordert EU-Finanzhilfen für Griechenland. Die EU muss jetzt alles
unternehmen, um Griechenland und den Euro zu stabilisieren. Zu einer
Gefahr wird das griechische Problem erst, wenn die möglichen EU-Hilfen
auch für andere Länder Schule machen. Dann droht der Euro zu einer
Weichwährung zu werden."
Frankfurt/Athen (dts Nachrichtenagentur) - Der Chefvolkswirt der
Deutschen Bank hat sich wegen der Euro-Schwäche für EU-Finanzhilfen für
Griechenland ausgesprochen.
In einem Interview der BILD-Zeitung
(Dienstagausgabe) sagte Thomas Mayer: "Die EU muss jetzt alles
unternehmen, um Griechenland und den Euro zu stabilisieren. Zu einer
Gefahr wird das griechische Problem erst, wenn die möglichen EU-Hilfen
auch für andere Länder Schule machen. Dann droht der Euro zu einer
Weichwährung zu werden."
Der Ökonom fordert aber strenge Vorgaben für
EU-Hilfen: "Einen zeitlich begrenzten Überbrückungskredit der EU darf
es nur geben, wenn dieser an klare Regeln gekoppelt ist. Die Griechen
müssen eisenhart sparen und zwar für alle überprüfbar." Hilfen für
Griechenland müssten der Einzelfall bleiben, sonst drohe der
Währungsunion "eine ernste Krise", so Thomas Mayer.
"Es wäre ein
fatales Signal, wenn am Ende immer der Steuerzahler aushilft. Dann
müßte sich kein Land mehr beim Sparen anstrengen. Und das brutales Sparen hilft, beweist derzeit Irland." Wenn die Griechen mit
Hilfe der EU dem irischen Modell folgten, sei er zuversichtlich für den
Euro.
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