Griechenlands Parteispitzen einigen sich auf Sparpaket. Damit rückt die Freigabe eines neuen, 130 Milliarden Euro schweren Hilfspakets für Griechenland näher. Die überparteiliche Einigung auf zusätzliche Einschnitte ist eine Voraussetzung für weitere internationale Finanzhilfen.
In Griechenland haben sich die Parteispitzen der Übergangsregierung mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds auf ein Sparpaket geeinigt. Das teilte das Büro von Ministerpräsident Lukas Papademos am Donnerstag in Athen mit. Damit rückt die Freigabe eines neuen, 130 Milliarden Euro schweren Hilfspakets für Griechenland näher. Die überparteiliche Einigung auf zusätzliche Einschnitte ist eine Voraussetzung für weitere internationale Finanzhilfen.
Bereits am Donnerstagabend wollen die Euro-Finanzminister in Brüssel bei einem Treffen darüber beraten. Schon in der Nacht zum Donnerstag hatten sich die Parteichefs unter anderem auf eine Senkung des Mindestlohns, eine Kürzung der Zusatzrenten und die Entlassung von rund 15.000 Staatsbediensteten geeinigt. Allein das Thema Renten hatte eine endgültige Einigung verhindert. Sie sollten um etwa 300 Millionen Euro gekürzt werden. Indessen riefen die griechischen Gewerkschaften erneut zum Streik auf. Demnach soll die Arbeit am Freitag und Samstag niedergelegt werden.
Euro und Aktienmärkte reagierten kaum auf diese Nachricht. Bankaktien waren auch heute auf der Gewinnerliste. Am stärksten legte Commerzbank zu mit einemm Plus von über zwei Prozent. Die meisten Marktteilnehmer gingen bereits davon aus, dass es früher oder später zu einer Einigung kommen wird. Allerdings herrscht auch die Sorge, dass die aktuellen Beschlüsse möglicherweise in Zukunft auch wieder nicht eingehalten werden, so wie das schon oft in der Vergangen passiert ist.