EU: Rente ab 80?

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Gibt es am Ende eine Rente nur noch theoretisch? EU-Kommission will Rentenalter weiter erhöhen. Der Rentenbeginn soll künftig automatisch an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. Dann müsste auch das in Deutschland auf 67 Jahre angehobene Rentenalter künftig weiter steigen. - Das gilt natürlich nicht für EU-Beamte.

 

Die EU-Kommission will das Rentenalter in den EU-Ländern weiter erhöhen. Wie die "Bild-Zeitung"  unter Berufung auf das bisher unveröffentlichte "Weißbuch Rente" der Kommission berichtet, soll der Rentenbeginn künftig automatisch an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden.

Dann müsste auch das in Deutschland auf 67 Jahre angehobene Rentenalter künftig weiter steigen. Die Anbindung des Rentenalters an die Lebenserwartung könnte dazu beitragen, die "Balance zwischen Arbeitsjahren und Rentenjahren zu stabilisieren", heißt es laut "Bild-Zeitung" in dem Papier. "Das ist von zentraler Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit."

Nach Berechnungen der EU-Kommission könnte durch die Koppelung die Hälfte der durch die alternde Bevölkerung erwarteten Belastungen der Rentenkasse eingespart werden.

Die EU-Kommission spricht sich zudem für eine drastische Einschränkung aller Frühverrentungsmöglichkeiten aus. Alle "ungerechtfertigten  Vorruhestandsregelungen" sollten abgeschafft werden, heißt es in dem Papier. Das "Weißbuch Agenda für angemessene, sichere und nachhaltige Renten" will die EU-Kommission kommende Woche vorstellen.

 

Rentenparadies für EU-Beamte
 
EU-Bedienstete sind natürlich von der Ehöhung des Renteneintrittsalters ausgeschlossen und kassieren hübsche Luxuspensionen mit viel Extras. Die Höchstpension von 70 Prozent des letzten Gehaltes gibt es nach 35 Jahren ab einem Alter von 63 Jahren. Für EU-Würdenträger wie Kommissare und ist die Pension am höchsten: Sie beträgt bis zu 12 600 Euro/Monat.
 
Allerdings gewährt die EU-Kommission  einem großen Teil der Beamten eine abschlagsfreie Frühpension. So seien nach internen Unterlage der EU-Kommission zwischen 2004 und 2009 von den insgesamt 3846 pensionierten Eurokraten 387 aufgrund einer Sonderregelung schon viel früher ohne Abschläge aufs Altenteil gegangen. Im Schnitt kassiert jeder der Frühpensionäre 5000 Euro Pension im Monat.

rechnungen der EU-Kommission könnte durch die Koppelung die Hälfte der durch die alternde Bevölkerung erwarteten Belastungen der Rentenkasse eingespart werden.

Die EU-Kommission spricht sich zudem für eine drastische Einschränkung aller Frühverrentungsmöglichkeiten aus. Alle "ungerechtfertigten  Vorruhestandsregelungen" sollten abgeschafft werden, heißt es in dem Papier. Das "Weißbuch Agenda für angemessene, sichere und nachhaltige Renten" will die EU-Kommission kommende Woche vorstellen.

 

Private Rentenversicherungen profitieren

Weil es demnächst im Alter immer weniger gibt boomt die private Altersvorsorge, das meldet die Allianz. „Das Absicherungsniveau – das Verhältnis zwischen der Rente eines Durchschnittsverdieners, die er nach 45 Jahren erhält und dem Durchschnittseinkommen – wird 2025 bei rund 45 Prozent liegen. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, muss deshalb betrieblich und privat vorsorgen“, warnt eine Allianz Expertin.

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