Die EZB wird am Sonntag Nachmittag eine Krisensitzung abhalten. Per Telefonkonerenz mit dabei: alle wichtigen Finanzminister und Vertreter der G7. Themen: PIIIGS-Bonds und US-Downgrade. Möglicher Finanzcrash am Montag. Update: G20 halten Krisenkonferenz bereits Samstag Abend (US-Ostküstenzeit). - Michael Mross Interview mit Russia Today.
Die EZB wird am Sonntag Nachmittag eine Krisensitzung abhalten. Diese wurde von EZB-Chef Trichet angeordnet. Mit dabei wichtige Vertreter von G7 und Finanzminister der Eurozone. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Demzufolge befürchten die Notenbanker heftige Verwerfungen an den Finanzmärkten am Montag. Die Krise bei den PIIGS-Bonds könne sich weiter zuspitzen, ausgelöst durch das US-Downgrade seitens S&P. Auf der Tagesordnung dürfte nach Ansicht von Beobachtern der Ankauf von Italien- und Spanienbonds sein. Die Rendite für diese Anleihen stieg am Freitag auf einem 14-Jahreshoch.
In der Bundesregierung wachsen derweil die Zweifel, ob Italien durch den europäischen Rettungsschirm EFSF gerettet werden könnte, selbst wenn er verdreifacht würde - berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Eine Volkswirtschaft wie Italien sei nicht zu stützen, dazu sei sie zu groß, heißt es zur Begründung. Der Finanzbedarf des Landes sei zu riesig. Auch eine Garantie der gesamten italienischen Staatsschuld von über 1,8 Billionen Euro kann nach Einschätzung von Regierungsexperten von den übrigen Partnerländern nicht gestemmt werden. Spätestens dann würden die Märkte argwöhnen, dass auch Deutschland überfordert sei.
Im Mittelpunkt der EZB-Krisensitzung stehen neben den PIIGS-Problemen die Auswirkungen des US-Downgrade auf die globalen Finanzmärkte. Es soll ein Krisenszenario entworfen werden um entsprechend eingreifen zu können, falls dies erforderlich sei, so war aus Brüssel und Frankfurt zu hören. Erwartet werden heftige Kursturbulenzen.
Bei Lang&Schwarz zeichneten sich schon am Wochenende neue Kurstürze ab. Im ausserbörslichen Handel fielen insbesondere Bankaktien. Der DAX fiel in der Spitze bis auf 6100.
Update:
Vize-Finanzminister der G20: Krisenkonferenz Samstag Abend
Die stellvertretenden Finanzminister der Gruppe der 20 wichtigsten Schwellen- und Industriestaaten wollen am Samstag eine Telefonkonferenz über die Schuldenkrise in Europa und den USA abhalten. Die Unterredung sei für den späten Abend (US-Ostküstenzeit) geplant, teilte das brasilianische Finanzministerium mit. Dabei sollen Informationen und Meinungen ausgetauscht werden. Weitere Details zu den Gesprächen wurden zunächst nicht genannt.
Auf der Hauptversammlung stimmte die Commerzbank ihre Aktionäre auf magere Zeiten ein. Die Gehälter der Vorstandsetage sollen jedoch kräftig angehoben werden. Das ist ein Skandal. - Vage Versprechen für die Zukunft.
Top-Ökonom warnt vor Folgen der Sarrazin-Debatte. Man könne aber auch die Klage erheben, dass sich in Sarrazins Buch „Geschäftssinn und Verantwortungslosigkeit des Autors, des Verlags und einiger Medien paaren“.
EZB verweigert Auskunft über Milliardenhilfen. Grüne fordern Informationen über Banken, die billiges Geld geliehen haben. „Die Zentralbank hält es für unabdingbar, die Geheimhaltung individueller Transaktionen mit Gegenparteien zu wahren“.
Oettinger hält Euro-Bonds für möglich und warnt Bundesregierung vor striktem Nein. „Eurobonds sind eine Frage des Timings. Ich rate allen Beteiligten, sich nicht grundsätzlich dagegen zu positionieren“.
Rating-Agentur Fitch stuft Japans Kreditwürdigkeit herab. Wie die Agentur am Dienstag mitteilte, wurde die Bonitätsnote um eine Stufe von "AA-" auf "A+" herabgestuft. Zudem wurde der Ausblick auf die weitere Entwicklung auf negativ gesenkt.
CSU will Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. "Das EEG hat seine Funktion gut erfüllt, aber jetzt muss es fit gemacht werden für die Energiewende".
Die menschenverachtende Medizinmafia greift zu immer perverseren Methoden. Gemäß einer Studie zahlt jede vierte Klinik Fangprämien für Patienten. "Das Problem ist seit zwei Jahren bekannt und die Lage ist deutlich schlimmer geworden. Das sind Mafia-Verhältnisse".
Die Vorschläge zur Lösung der Euro-Krise werden immer diffuser. Die Deutsche Bank schlägt nun für Griechenland eine Parallel-Währung vor: GEURO. - Auf die Idee, dass Deutschland austreten soll, kommt dagegen bisher niemand. "GEURO" könnte schließlich auch für "German Euro" stehen.
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