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Aktien: Ende der Fahnenstange erreicht?
17.07.2017
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Das Ende der Fahnenstange für Aktien ist erreicht. Charts von 2000 und 2007 im Vergleich. Ähnliches Chartbild für den laufenden Zyklus. - Klare Divergenz: Was ist mit Gold und Silber los?

 

Von Claus Vogt

Die Parallelen zum Jahr 2000 sind frappierend

Vor allem in den USA gleicht das Geschehen an den Aktienmärkten inzwischen in vielerlei Hinsicht den Vorgängen des Jahres 2000, als die Technologieblase ihren Höhepunkt erreichte. Einige der wichtigsten Parallelen bei den Sentimentindikatoren, der Überbewertung oder der Spekulation auf Kredit haben ich kürzlich erst in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren thematisiert. In der am Dienstag erscheinenden August-Ausgabe werde ich zusätzlich ein paar Beobachtungen von Vorgängen und Verhaltensweisen der Anleger ergänzen, die typischerweise erst in der Endphase großer Spekulationsblasen auftreten.              

                                                                         

Charts von 2000 und 2007 im Vergleich 

Mit dem folgenden Chart des Dow Jones Industrial Average möchte ich Ihnen die Endphase der vergangenen beiden Haussen ins Gedächtnis rufen.            

                                                                         

Dow Jones Industrial Average, 1998 bis 2017     

            

 

Die ersten beiden roten Ellipsen kennzeichnen die hochspekulativen Endphasen der letzten beiden Spekulationsblasen, die dem Börsengeschehen der vergangenen Monate wie ein Ei dem anderen gleichen. Quelle: StockCharts.com

             

Sie erinnern sich: 1998 kam es weltweit zu einem heftigen Kurseinbruch an den Aktienmärkten. Die Kurse erholten sich jedoch sehr schnell wieder und stiegen dann in einer steilen Aufwärtsbewegung auf neue Höchstkurse. Diese hochspekulative Phase setzte den Schlusspunkt hinter die damalige Spekulationsblase. Die Aktienkurse brachen an der NASDAQ und im DAX um mehr als 70% ein, und der S&P 500 halbierte sich.

 

Ganz ähnlich, aber nicht ganz so euphorisch verlief die nächste Hausse, die 2003 begonnen hatte. Auf einen recht flachen Anstieg, der von mehreren größeren Korrekturen unterbrochen wurde, folgte schließlich ebenfalls eine steile Aufwärtsbewegung auf neue Höchstkurse, die sich auch in diesem Fall als die Endphase der Hausse erweisen sollte. Dieses Mal verloren der S&P 500 und der DAX jeweils 56%.           

                                                                         

Ähnliches Chartbild für den laufenden Zyklus            

Wie Sie sehen, zeigt sich heute, im laufenden Zyklus, ein ganz ähnliches Chartbild. Auf die große Korrektur, die Anfang 2015 begonnen hatte und rund ein Jahr dauerte, folgte auch jetzt wieder ein steiler und von großer Euphorie und Sorglosigkeit der Anleger begleiteter Anstieg auf neue Hochs.

Beachtlich im diesem Zusammenhang ist die Aufwärtsbewegung bei Bank-Aktien. So hat sich der Kurs der Commerzbank innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Ob die Banken damit aber aus dem Gröbsten raus sind, darf bezweifelt werden. Immerhin hat der Staat noch eine saftige Beteiligung bei der Commerzbank und es es nicht absehbar, ob sich daran in naher Zukunft was ändert.

 

Ob es sich dabei auch dieses Mal wieder um die Endphase der Hausse handelt, wie ich glaube, wird die Zukunft zeigen. Wenn Sie sich die drei im Chart rot eingezeichneten Ellipsen genau ansehen, werden Sie mir zustimmen, dass die Ähnlichkeit der gerade besprochenen Phasen sehr augenfällig ist. Daher kann ich Ihnen nur raten, jetzt die richtigen Vorkehrungen zu treffen und sich die Frage zu stellen, ob Ihre Anlagestrategie den bestehenden Risiken gerecht wird.

 

Ich kenne durchaus Anleger, die ausdrücklich kein Problem mit der Vorstellung haben, dass sich ihre Aktienbestände mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erneut halbieren oder dritteln werden. Allerdings war bei der überwältigenden Mehrzahl der Anleger im Jahr 2002 und dann erneut in 2008 das weinerliche Geschrei über die erlittenen Kursverluste groß.        

                                                                         

Klare Divergenz: Was ist mit Gold und Silber los?     

Diese Frage stellten mir letzte Woche einige meiner Krisensicher Investieren-Leser. Denn in der vergangenen Woche kam es zu einer ausgeprägten Divergenz bei der Kursentwicklung von Gold und Silber. Während der Silberpreis deutlich unter sein Dezember 2016-Tief gefallen ist, blieb der Goldpreis nicht weniger deutlich darüber.

 

Diese Entwicklung sehen Sie auf dem folgenden Chart. Er zeigt Ihnen im oberen Teil den Goldpreis pro Unze in $ und darunter den Silberpreis. Die blauen Pfeile kennzeichnen den unterschiedlichen Verlauf, den die beiden Kurse jetzt genommen haben.            

                                                                        

Goldpreis (oben) und Silberpreis (unten) pro Unze in $, 2014 bis 2017        

Die blauen Pfeile verdeutlichen die ausgeprägte Divergenz bei der jüngsten Kursentwicklung der beiden Edelmetalle. Quelle: StockCharts.com

             

Divergenzen sind wichtige technische Signale. Im vorliegenden Fall halte ich die Divergenz sogar für ein ganz entscheidendes Signal.

 

Diese Divergenz ist ein entscheidendes Signal, das Sie richtig deuten müssen

Prinzipiell können Divergenzen sowohl eine bullishe als auch eine bearishe Bedeutung für die betroffenen Märkte haben. Um entscheiden zu können, mit welcher Variante Sie es jeweils zu tun haben, müssen Sie also zusätzliche Kriterien heranziehen.

 

Genau das werde ich in der am Dienstag, den 18. Juli erscheinenden Monatsausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren tun. Dort erfahren Sie, ob Sie Gold oder Silber aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung jetzt kaufen oder verkaufen sollten. Lassen Sie sich diese Analyse nicht entgehen, und testen Sie Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos. Es lohnt sich.


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