Nun meldet auch der Ingolstädter Autobauer AudiKurzarbeit an. Wie der DONAUKURIER meldet, haben sich Vorstand und Betriebsrat darauf geeinigt, am 20. Februar sowie in der Woche vom 23. bis 27. Februar Kurzarbeit zu beantragen.
Das betrifft sowohl dasWerk Ingolstadt als auch das Werk Neckarsulm. Die bereits gestern fürdiesen Zeitraum angekündigte außerplanmäßige Produktionsstillegung wird also nicht, wie ursprünglich gemeldet, über die Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter ausgeglichen.
Als Grund nannte Audi in einem Schreiben an die Mitarbeiter, das dem DONAUKURIER vorliegt, "die angespannte Marktlage". "Die Nachfrage in allen Märkten weltweit ist in einem bisher kaum für möglich gehaltenen Ausmaß zurückgegangen - auch im Premiumsegment", heißt es weiter. Die Gehaltseinbußen für die Mitarbeiter sollen so gering wie möglich gehalten werden: Vorstand und Betriebsrat haben sich in eriner Betriebsvereinbarung auf einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld verständigt, der die Bezüge der Mitarbeiter weitestgehend auf das Normalmaß anheben soll. Trotz der verschärften Marktsituation sei dieZukunft des Stammpersonals bei Audi gesichtert, heißt es in dem Schreiben weiter. Auch an seinen strategischen Zielen wolle Audi nachwie vor festhalten: Im Jahr 2015 sollen 1,5 Millionen Autos produziert werden.