Wirtschaft fordert von der Politik „mutige Schritte in Richtung eines globalen Emissionshandels“. Anderenfalls könnten Unternehmen im Industrieland Deutschland ernsthaft in Gefahr geraten.
In der Wirtschaft wächst die Angst vor zu großen Zugeständnissen Deutschlands und der EU bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen. „Das neue Klimaregime muss alle großen Emittenten und alle Industriesektoren gleichermaßen in die Pflicht nehmen“, sagte Werner Schnappauf, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe).
Wirksamer Klimaschutz sei nur möglich, „wenn alle großen Volkswirtschaften an einem Strang ziehen“, sagte er und forderte von der Politik „mutige Schritte in Richtung eines globalen Emissionshandels“. Anderenfalls könnten Unternehmen im Industrieland Deutschland ernsthaft in Gefahr geraten
Der BDI hatte gerade in den vergangenen Monaten stets die mit dem Klimaschutz verbundenen wirtschaftlichen Chancen hervorgehoben. Allerdings sieht der Industrieverband durchaus auch Probleme, die sich für bestimmte Branchen ergeben, wenn sich Deutschland und die EU zu strengen Klimaschutzzielen verpflichten, die USA und China aber nur schwache Zusagen machen.
Der BDI hatte gerade in den vergangenen Monaten stets die mit dem Klimaschutz verbundenen wirtschaftlichen Chancen hervorgehoben. Allerdings sieht der Industrieverband durchaus auch Probleme, die sich für bestimmte Branchen ergeben, wenn sich Deutschland und die EU zu strengen Klimaschutzzielen verpflichten, die USA und China aber nur schwache Zusagen machen.
Das Angebot der USA beinhaltet im Moment lediglich Kohlendioxidreduktionen von 17 Prozent bis 2020 gegenüber 2005. Gemessen am Basisjahr 1990, das die Europäer als Maßstab anlegen, entspricht dies Reduktionen von weniger als vier Prozent. Die Europäer bieten 20 Prozent an, im Falle eines verbindlichen Abkommens sogar 30 Prozent.
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