Türkei treibt Gold

    Verstärkte Nachfrage nach Gold. Grund hierfür war die merklich gestiegene Risikoaversion der Marktteilnehmer, nachdem die massive Zinserhöhung der türkischen Zentralbank vom Vorabend verpufft war und die Türkische Lira wieder deutlich abwertete.

     

    Von Commerzbank Commodity Research

    Der Goldpreis stieg heute Morgen kurzzeitig über die Marke von 1.270 USD je Feinunze, nachdem er sich schon gestern um knapp 1% verteuerte. Grund hierfür war die merklich gestiegene Risikoaversion der Marktteilnehmer, nachdem die massive Zinserhöhung der türkischen Zentralbank vom Vorabend verpufft war und die Türkische Lira wieder deutlich abwertete.

    Dies führte zu einer verstärkten Nachfrage nach Gold, was sich unter anderem in Zuflüssen von drei Tonnen in die Gold-ETFs widerspiegelte. Solange die Turbulenzen in den Schwellenländern andauern, dürfte Gold als sicherer Hafen gefragt sein.

    Die Ankündigung der US-Notenbank Fed, ihre Anleihekäufe um weitere 10 Mrd. USD auf noch 65 Mrd. USD pro Monat zu reduzieren, hatte dagegen kaum Einfluss auf die Märkte. Denn dieser Schritt war erwartet worden. Die Fed wird zudem ihre Niedrigzinsen auch dann noch für längere Zeit beibehalten, wenn die US-Arbeitslosenrate unter 6,5% sinkt, insbesondere wenn die Inflation unter dem Ziel von 2% bleibt. Unsere Volkswirte gehen weiter davon aus, dass die Fed die Anleihekäufe schrittweise zurückführt.

    In Südafrika haben die Platinminenproduzenten der radikalen Gewerkschaft AMCU gestern ein neues Angebot unterbreitet. Demnach sollen die Löhne innerhalb von drei Jahren um bis zu 9% p.a. erhöht werden. Südafrikanischen Zeitungsberichten zufolge lehnt AMCU dieses Angebot jedoch ab und beharrt weiterhin auf einer Verdopplung der Gehälter.

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