Dollar: droht der finale Absturz?

    Mit dem Verlust der Kontrolle über die Ölstaaten droht dem Dollar der finale Absturz. Die steigenden US-Schulden und mangelnder Sparwille könnten den Niedergang beschleunigen.


    Normalerweise springt der Dollar nach oben, wenn es irgendwo auf der Welt Unruhen gibt. Nicht so bei den Auseinandersetzungen im Mittleren Osten. Im Gegenteil: Tendenziell wertet sogar der Euro gegen Dollar auf. Kein gutes Zeichen meint Gold-Guru James Turk in einem Interview mit Kingworldnews: "Wir haben Bürgerkrieg in Nordafrika, Rebellionen im Nahen Osten. Bei dieser Art geopolitischer Situationen gab es in der Vergangenheit immer eine Rallye im US-Dollar, aber dieses Mal gibt es noch nicht mal ein schwaches Aufbäumen. Der Dollar hängt an der Klippe, Edelmetalle springen dagegen nach oben. - Wenn das Vertrauen in den Dollar erst mal schwindet, gibt es auf dem Weg nach unten kein Halten mehr."

    Wie schon seit Jahren rät Turk zu Gold und Silber, welches man am besten dezentral und keineswegs bei Banken lagert.

    Auch der US-Wirtschaftshistoriker Eichengreen rechnet mit einem Angriff auf den Dollar. Eichengreen hält es für wahrscheinlich, dass nach den Europäern auch die USA in das Visier der Wertpapierhändler geraten. Weil es nicht möglich sei, "in diesem Land über Steuererhöhungen zu reden, werden die USA das Vertrauen der Investoren verspielen", sagte Eichengreen dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

    "Aus der Geschichte wissen wir, dass Finanzkrisen immer in zeitlicher Nähe zu Wahlen passieren. Wir haben 2012 die wichtige Präsidentenwahl. Wenn wir unser Schuldenproblem bis dahin nicht angehen, bekommen wir ernste Probleme." Eichengreen, der an der University of California in Berkeley lehrt, hält Steuererhöhungen in den USA für unumgänglich.

     

    Im Vergleich zu Europas Regierungen, die "Steuern in Höhe von 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einnehmen, liegt der Wert in den USA bei nur 19 Prozent", sagte Eichengreen. Angesichts des Schuldenstandes der Vereinigten Staaten ergebe sich "daraus zwingend, dass wir ohne Steuererhöhungen nicht in der Lage sein werden, unser Budget auszugleichen und Schulden mit Zinsen zurückzuzahlen", sagte der US-Ökonom.

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