Regierung fürchtet Euro Absturz

    Das Bundesfinanzministerium befürchtet Absturz des Euro. Die Lage könnte für den Euro dramatisch werden, falls sich die Krise in Spanien und Griechenland in den nächsten Wochen weiter zuspitzen sollte und der erweiterte Euro-Rettungsschirm noch nicht funktionsfähig ist.


    Das Bundesfinanzministerium befürchtet einen weiteren Absturz des Euro, falls Bundestag und Bundesrat nicht bis zum 30. Juni dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zustimmen. Da der neue Rettungsschirm dann nicht fristgerecht Anfang Juli in Kraft treten könnte, rechnen Experten im Finanzministerium für diesen Fall mit einem Rückgang der Gemeinschaftswährung „bis auf 1,10 US-Dollar je Euro“; in den vergangenen Tagen sank der Kurs bereits von 1,30 auf 1,24. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer neuesten Ausgabe.

    Die Lage könnte für den Euro dramatisch werden, falls sich die Krise in Spanien und Griechenland in den nächsten Wochen weiter zuspitzen sollte und der erweiterte Euro-Rettungsschirm noch nicht funktionsfähig ist, heißt es. Offiziell geht das Bundesfinanzministerium jedoch davon aus, „dass sich alle beteiligten Parteien der besonderen Verantwortung bewusst sind“. SPD und Grüne fordern noch Korrekturen am Fiskalpakt. Derzeit verhandelt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit seinen Länderkollegen und Vertretern aller Parteien über eine mehrheitsfähige Paketlösung für den ESM und den Fiskalpakt. Kommt es bis zum 15. Juni, dem einzigen Sitzungstermin des Bundesrats in diesem Monat, zu keiner Einigung, soll die Länderkammer zu einer Sondersitzung vor dem 1. Juli zusammenkommen.
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