Krebs-Schimmel im Mehl

    Lebensmittelskandal: Tödlicher Schimmel in Mehltransportern. In den Tankwagen entstehende Pilzgifte können schon in geringen Dosen das Immunsystem, Leber oder Nieren schädigen und Krebs erregen.

     

    In Deutschland gelangt verschimmeltes Mehl in Umlauf, weil Silotransportwagen oft nicht richtig gereinigt werden. In den Tankwagen entstehende Pilzgifte können schon in geringen Dosen das Immunsystem, Leber oder Nieren schädigen und Krebs erregen. Das berichtet die Berliner Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe. Wie die Zeitung schreibt, kennen viele Tankwagenreinigungsbetriebe in Deutschland das Problem, auch Mühlenbetreiber und Lebensmittelkonzerne wissen davon. Ein Reinigungsunternehmer aus Hessen sagte der Berliner Zeitung über den Zustand vieler Mehltransporter: „Zuerst sieht so’n Mehlbomber immer sauber aus, weil drinnen alles weiß ist. Aber dann wird’s eklig. Darunter ist es dunkler, geht ins Olivgrün über, und dann wird’s schwarz.“

     

    Das Hauptproblem ist nicht der Schimmel selbst, weil er beim Backen abstirbt. Das Problem sind die Mykotoxine,  giftige Absonderungen von Pilzen, die als Gesundheitsgefahr erst seit etwa zehn Jahren untersucht werden; 2006 erließ die EU Grenzwerte für die Mykotoxinbelastung von Lebensmitteln. Mykotoxine können sehr schnell entstehen. Der Lebensmittelchemiker Horst Klaffke vom Bundesinstitut für Risikobewertungen in Berlin sagte der Zeitung:  „Bei manchen Pilzen reichen schon 48 Stunden aus, um Kolonien zu bilden. Wobei die Größe des Pilzrasens nichts sagt über die mögliche Toxinmenge. Auch ein ’kleiner Pilz’ kann riesige Mengen Toxine bilden.“ 

     

    Bundesweit wurden 2009 laut Kraftfahrtbundesamt fast acht Millionen Tonnen Mehl per Tanklaster befördert. Mehl, das in Fabriken zu Toastbrot, Babynahrung,  Tiefkühlpizza und anderem verarbeitet wird. Wie die Berliner Zeitung recherchierte, sind alle Beteiligten der Wertschöpfungskette trotz oftmals hoher Qualitätsstandards  für den Schimmel-Skandal mitverantwortlich. „Es sind die Mühlen, die Abnehmer, die Spediteure. Es ist eine Gemengelage“, zitiert das Blatt den Tankreinigungsexperten Hans-Dieter Philipowski aus Hamburg, dessen Firma Protec Industriereinigungsanlagen baut und zertifiziert. Letztlich werde zu selten gereinigt, weil man Geld sparen wolle.

     

    „Wenn es wirklich sauber sein soll,  dann sollte vor und nach jedem Transport gründlich gereinigt werden“, sagte der Lebensmittelchemiker Horst Klaffke dem Blatt. Experte Philipowski plädiert für eine gesetzliche Festschreibung , wann ein Silotransportbehälter sauber ist: „Man kann festlegen, wie viele Keime im Mehl sein dürfen, den PH-Wert für einen Silotransporter und klar definierte Reinigungsintervalle und -methoden.“  Eine solche gesetzliche Regelung gibt es bisher nicht.

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