Ron Paul: Rebellion gegen Fed

    Bernanke-Gegner Ron Paul fordert mehr Transparenz von allen Notenbanken. Laut Paul hält die Fed wichtige Details vor der Öffentlichkeit verborgen. „Sie verschweigt uns, wer von den ganzen Maßnahmen profitiert. Sie verschweigt, welche Banken auf der Gewinnerseite stehen und welche Länder davon profitieren.


    Ron Paul, US-Abgeordneter und Intimfeind von US-Notenbankchef Ben Bernanke, verlangt mehr Transparenz von allen Notenbanken. „Es ist klar, dass die Notenbanken zusammenarbeiten. Und wir wollen wissen, was die Notenbanken tun“, sagte der Autor eines Gesetzes zur Durchleuchtung der Fed im Interview mit dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Paul, der seit Jahrzehnten für eine Abschaffung der Fed kämpft, hat in der vergangenen Woche sein Gesetz mit großer Mehrheit durch das US-Repräsentantenhaus gebracht.

    Laut Paul hält die Fed wichtige Details vor der Öffentlichkeit verborgen. „Sie verschweigt uns, wer von den ganzen Maßnahmen profitiert. Sie verschweigt, welche Banken auf der Gewinnerseite stehen und welche Länder davon profitieren. Und sie sagt uns nicht, ob es dafür eine Gegenleistung gibt“, sagte er. Die Fed hatte in der Krise nicht nur Banken in den USA unter die Arme gegriffen, sondern auch mit Kreditlinien anderen Notenbanken in der Welt große Dollarbestände zur Verfügung gestellt.

    Der 76-jährige Paul ist eines der Aushängeschilder der amerikanischen Tea-Party-Bewegung. Bei seinem – letztlich gescheiterten – Versuch, Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden, hat er Millionen vor allem junger Amerikaner hinter sich gebracht. Auch in Europa hat Paul eine wachsende Zahl von Anhängern, die wie er eine Rückkehr des Währungssystems zur Golddeckung befürworten.
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