D: Auftragseinbruch

    Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind im September im Vergleich zum Vormonat um 3,3% abgestürzt. Der aktuelle Rückgang ist der schärfste seit exakt einem Jahr, als die Zuspitzung der EWU-Staatsschuldenkrise die Nachfrage noch stärker hatte einbrechen lassen.



    von Deutsche Postbank Research

    Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind im September im Vergleich zum Vormonat um 3,3% abgestürzt. Damit wurde unsere eigene, bereits pessimistische Prognose von -1,5% noch deutlich unterboten. Der Markt war von -0,4% ausgegangen. Da hilft es auch wenig, dass der Vormonatswert von -1,3% auf -0,8% nach oben korrigiert wurde. Der aktuelle Rückgang ist der schärfste seit exakt einem Jahr, als die Zuspitzung der EWU-Staatsschuldenkrise die Nachfrage noch stärker hatte einbrechen lassen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat gaben die Aufträge im September um 4,7% nach. Damit hält sich der Rückgang in dieser Abgrenzung bereits seit einigen Monaten auf einem recht konstanten Niveau.
     
    Wie bei diesem Gesamtwert auch nicht anders zu erwarten, gaben die Aufträge im September auf breiter Front nach. Die aus Inland fielen um 1,8%, die aus dem Ausland um 4,5%. Verantwortlich hierfür ist insbesondere ein erneuter Einbruch der Nachfrage aus der EWU um 9,6%, wobei das Vorjahresniveau jetzt um 13,1% verfehlt wird. Die Aufträge aus dem ´Rest der Welt` gaben dagegen im Vormonatsvergleich nur um 1,5% nach, und die Vorjahresrate ist hier mit 3,2% noch positiv. Die Auftragsrückgänge zogen sich zudem durch alle Güterkategorien. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern sank um 5,0%, die nach Kapitalgütern um 2,4% und die nach Konsumgütern um 1,7%.
     
    Der massive Auftragseinbruch lässt für die morgen zur Veröffentlichung anstehenden Produktionsdaten für September nichts Gutes erwarten. Ein deutlicher Rückgang ist hier programmiert. Noch negativer sind allerdings die Vorzeichen für das 4. Quartal. Während sich die Industrie im 3. Quartal insgesamt wohl noch relativ gut behaupten konnte, wird der starke Nachfrageinbruch im Schlussquartal 2012 sehr deutlich auf die Produktion durchschlagen. Damit muss für die laufende Periode auch mit einem Rückgang des deutschen BIP gerechnet werden.
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