Piratin rechnet ab

    Marina Weisband rechnet mit Piraten-Führung ab. "Nach meinem Eindruck sind wir generell zu vorsichtig geworden. Das fällt mir besonders auf, wenn ich unsere Pressemitteilungen lese - langweiliger Politsprech."

     

    Die frühere Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, hat mit der Führung ihrer Partei seit ihrem Rückzug vor gut einem Jahr abgerechnet. Weisband begründete in "Bild am Sonntag" den Absturz ihrer Partei in den Umfragen: "Wir haben uns von der etablierten Politik und den Medien hetzen lassen. Wenn irgend jemand von uns wissen wollte, wie unsere Position zum Thema Eierstempel ist, dann sind wir in Panik verfallen: Oh Gott, was sagen wir dazu? Über diesem politischen Kleinklein haben wir unsere eigentliche Botschaft, unser Gesellschaftsideal vergessen."

    Insbesondere warf Weisband der Parteiführung Mutlosigkeit vor: "Nach meinem Eindruck sind wir generell zu vorsichtig geworden. Das fällt mir besonders auf, wenn ich unsere Pressemitteilungen lese - langweiliger Politsprech. Doch bei eigenen Aktionen sind wir nicht laut genug. Und wir machen sie zu selten." Weisband glaubt nicht, dass mit dem Rücktritt ihres Nachfolgers als politischem Geschäftsführer, Johannes Ponader, die Probleme der Partei behoben sind: "Statt uns weiter nur um Personalfragen zu drehen, sollten wir uns wieder darauf konzentrieren, wofür wir den ganzen Scheißdreck machen. Dann ist die Personaldebatte ganz schnell zu Ende, aber nicht, wenn einer zurücktritt".

    Weisband forderte die Parteibasis zu verstärktem Engagement auf: "Jeder Pirat muss seinen Arsch hochkriegen, damit es endlich wieder aufwärts geht." Nach ihren Vorstellungen soll die politische Führung der Partei an eine "permanente Mitgliederversammlung" im Internet übertragen werden, "um auch zwischen Parteitagen unsere Positionen tagesaktuell bestimmen zu können. Das wäre ein mutiger Schritt in Richtung einer zeitgemäßen Demokratie, den uns andere Parteien nachmachen würden."

    Auch Auftritte in Talkshows oder Interviews müsste nicht die Parteispitze wahrnehmen: "Das könnte man themenbezogen lösen. Schon jetzt haben wir einen Themenbeauftragten für das Urheberrecht, der nicht Mitglied im Vorstand ist." Für Weisband selbst kommt eine Rückkehr in rin Spitzenamt nicht in Frage. Dafür sei sie nicht fit genug, so die Ex-Geschäftsführerin. Sie sei keine Mandatsträgerin und "werde es auch nicht werden". Sie werde sich "im Bundestagswahlkampf für die Piraten einsetzen, aber nicht durch jede Talkshow hüpfen", so Weisband. "Das mache ich jetzt für mein Buch. Danach werde ich mich aber wieder zurücknehmen müssen."

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