Geldsystem: Doch kein Untergang?

    Immer wieder können Sie, gerade im Internet, lesen, dass unser Finanzsystem auf dem letzten Loch pfeift. Alles übertrieben?

     

    Von Martin Stephan

    Immer wieder können Sie, gerade im Internet, lesen, dass unser Finanzsystem auf dem letzten Loch pfeift, alle Staaten, insbesondere die USA und Japan, „pleite" sind und nur noch Gold und eine kugelsichere Weste gegen den bevorstehenden Systemuntergang inklusive Bürgerkrieg und gesellschaftlicher Neuordnung helfen würden. Dies ist grotesker Unsinn - jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

    Aus dem Wissen um einen unvermeidlichen Untergang eines jeden auf reiner Kreditexpansion bestehenden FIAT-Geldsystems, darf nicht die Zwangsvorstellung werden, dass diese Systemkrise auch unmittelbar bevorstünde. Gerade das japanische Beispiel zeigt, wie ausbaufähig die Staatsverschuldung samt permanenter und umfangreicher QE-Maßnahmen durch die Bank of Japan sein kann, ohne dass Inflation (CPI) und Zinsen ex-, sowie der Außenwert der Währung implodieren.

     

    Keine „Anleitung für den Untergang"

    Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Japan und den USA, so sind beispielsweise die Ausgangslagen nicht direkt vergleichbar, dies ist aber auch nicht nötig. Unumstößlicher Fakt ist nämlich, dass es keine mathematische Formel für den beschleunigten Untergang von Teilen oder gar des ganzen Finanzsystems gibt.

    Auch die von einigen Ökonomen errechneten 90 bis 100 % staatlicher Gesamtverschuldung (gemessen am BIP) und als „point of no return" klassifiziert, ist nicht hilfreich, denn auch beim Überschreiten dieses Prozentsatzes dreht sich die Welt so weiter wie bisher. Aktuell beträgt die Gesamtverschuldung der USA gemessen an eben diesem Bruttoinlandsprodukt rund 100 %. Sie wird in den kommenden Jahren auf 125, dann auf 150 und auf 175 % steigen.

    Ob dieser Anstieg 5, 10 oder auch 15 Jahre an Zeit benötigt, ist völlig irrelevant. Deutlich relevanter wird sein, ob zuvor nicht bereits bei anderen Staaten „Tage des Donners und der Abrechnung" anstehen werden und sich so die Sichtweise der Anleger grundlegend ändern wird.

    Sollte dies geschehen, was einem Kontrollverlust der FED gleichkäme, spielen volkswirtschaftliche Stromgrößen ebenso wenig eine Rolle wie das Ende oder die Aufrechterhaltung der ZIRP (Zero Interest Rate Policy) - dann beendet mangelndes Vertrauen in das (Geld-)System, gleichbedeutend mit einer Explosion der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, unsere aktuelle (Geld-)Ordnung. Wann dies der Fall sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar. Eine Entsprechend fatalistische Ausrichtung ihres Vermögens wäre folglich unsinnig - und für Sie vermutlich ärgerlicher - sehr kostspielig.

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