Gold-Sturz wegen China?

    Chinesische Silberimporte 2013 das dritte Jahr in Folge rückläufig. Befürchtungen, dass China auch bei Gold zurückhaltender wird. Aktuelle Zahlen dürften die Preise jedoch stützen.

     

    Von Commerzbank Commodity Research

    Der Goldpreis hält sich weiterhin über der Marke von 1.250 USD je Feinunze. In Euro gerechnet hat sich das gelbe Edelmetall auf ein 8-Wochenhoch von rund 925 EUR je Feinunze verteuert. Neben den Platinminen haben auch die südafrikanischen Goldproduzenten von der radikalen Gewerkschaft AMCU Streikbenachrichtigungen erhalten. Dagegen gehen die Goldproduzenten aber gerichtlich vor. Denn AMCU repräsentiert nur eine Minderheit der Goldminenarbeiter – und mit der im Goldsektor größeren Gewerkschaft NUM hatten sich die Produzenten schon vor einiger Zeit auf höhere Löhne geeinigt.


    Der Silberpreis zeigt sich ebenfalls weitgehend stabil und handelt über der Marke von 20 USD je Feinunze. China hat gemäß Daten der Zollbehörde im Dezember gut 214 Tonnen Silber importiert, der niedrigste Wert seit fünf Monaten. Im Gesamtjahr 2013 beliefen sich die Einfuhren auf rund 2.566 Tonnen, 11% weniger als im Vorjahr.

    Damit waren die chinesischen Silberimporte bereits das dritte Jahr in Folge rückläufig. Von ihrem Rekordhoch im Jahr 2010 haben sie sich zudem mehr als halbiert. Für Schmuckzwecke wird im Reich der Mitte klar Gold stärker nachgefragt als Silber.

    Darüber hinaus hat China zum Beispiel die Minenproduktion von Gold, Kupfer und Zink in den letzten Monaten und Jahren deutlich ausgeweitet, so dass dadurch mehr Silber als Nebenprodukt gewonnen werden kann. Gemäß Daten des Silver Institute wurden 2012 auf globaler Ebene nur 28% des gesamten Silberminenangebotes aus reinen Silberminen gewonnen.

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