K+S: Aus der Traum?

    Drastischer Gewinnrückgang, weniger Dividende, schlechte Aussichten. Gibt es etwas Positives an den Zahlen von K+S? Der Preisrutsch bei Kali hat deutliche Spuren hinterlassen.

     

    Vorstand und Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Jahr 2013 eine Dividende in Höhe von 0,25 Euro je Aktie (2012: 1,40 Euro/Aktie) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 11 %.

    Die Entscheidung, von der langjährigen Dividendenpolitik in diesem Jahr erstmals abzuweichen, ist vor dem Hintergrund der noch nicht ausgestandenen Unsicherheiten im Markt für Kali- und Magnesiumprodukte sowie der geplanten Großinvestitionen zur langfristigen Stärkung des Unternehmens erfolgt, die in den nächsten Jahren erhebliche Mittel erfordern werden. K+S baut derzeit für 4,1 Mrd. kanadische Dollar ein Kaliwerk in Kanada, dessen Inbetriebnahme im Sommer 2016 vorgesehen ist. Gleichzeitig investiert das Unternehmen wie geplant insgesamt mehrere hundert Millionen Euro in den Gewässerschutz an der Werra.

    Zur Stärkung der Ertragskraft hat K+S zudem im vorigen Jahr das Programm „Fit für die Zukunft“ gestartet, mit dem bis 2016 Einsparungen in einer Größenordnung von insgesamt 500 Millionen Euro realisiert werden sollen und das Unternehmen und Mitarbeitern viel abverlangen wird. Nachdem auch die Anleiheinvestoren in den letzten zwei Jahren durch Zeichnung eines Volumens von 1,5 Mrd. Euro ihr großes Vertrauen in die Zukunft der K+S demonstriert haben, wäre die Zustimmung zum Dividendenvorschlag ein Beitrag der Aktionäre für das weitere Wachstum der K+S Gruppe, das allen zugute kommen soll.

    K+S verfolgt normalerweise eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der Dividendenvorschläge. Das Unternehmen beabsichtigt, baldmöglichst zu der grundsätzlichen Dividendenpolitik zurückzukehren.

    Jahr 2013: Umsatz auf Vorjahresniveau; EBIT deutlich niedriger

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 betrug der Umsatz 3.950 Mio. Euro und lag damit auf Vorjahresniveau (3.935,3 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I sank vor allem aufgrund gesunkener Durchschnittserlöse im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Vergleich zum Vorjahr um 18 % auf 656 Mio. Euro. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern folgte der Entwicklung des operativen Ergebnisses und verringerte sich zusätzlich durch den Wegfall eines Sondereffekts aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeiten, im Jahr 2012 war hier noch das Nitrogen-Geschäft enthalten, gegenüber dem Vorjahr um 32 % auf 435 Mio. €. Weitere Details zum Geschäftsverlauf im abgelaufenen Jahr wird K+S am morgigen Donnerstag, den 13. März, um 07:00 Uhr veröffentlichen.

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