AfD will nicht mehr mit Presse reden

    Journalisten-Verband kritisiert AfD-Vorstoß für „Pressemoratorium“ zum Führungsstreit

     

    Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Thüringens AfD-Fraktions- und Landeschef Björn Höcke scharf dafür kritisiert, dass er seiner Partei angesichts des Führungsstreits geraten hat, gegenüber Pressevertretern keine Erklärungen mehr abzugeben. „In welcher Welt lebt Björn Höcke eigentlich?“, sagte DJV-Chef Frank Überall dem Handelsblatt. „Ein Pressemoratorium ist zum einen mit dem verfassungsmäßigen Auftrag der Parteien zur politischen Willensbildung unvereinbar, zum anderen halten das die AfD-Politiker doch gar nicht durch.“



    Höcke hatte vorgeschlagen, dass der Bundesvorstand „ein grundsätzliches und allgemeingültiges Pressemoratorium“ ausspricht. Er selbst werde sich in den Medien nicht weiter zur Situation der AfD äußern, kündigte er am Mittwoch zugleich an. Die AfD und die Fraktion in Baden-Württemberg brauchten nun Zeit für si! ch. Sie dürften sich nicht in die Rolle des Getriebenen drängen lassen.

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