US-Wahl: Und was nun?

    Die Wähler in den USA strafen Obama ab. Doch der US-Präsident ist nur ein Sklave der Geldordnung und die wird von der Fed bestimmt. - Die USA sind auf dem Weg ins sozio-politische Chaos. Währungs- und Handelskriege haben gerade erst richtig begonnen. Das wird schließlich zur Implosion des Systems führen.

     

    von Bob Chapman (The International Forecaster), Übersetzung von Lars Schall

    Die Anerkennung des Währungskriegs, der auf nun schon seit Jahren läuft, spiegelt das Versagen der internationalen Zusammenarbeit und das Scheitern der G-20, um eine Lösung der “Beggar-thy-Neighbour“-Politik von fast jeder Nation zu finden. Das Ergebnis sind wachsende geopolitische Verwerfungen, für die die G-20 erst noch eine Lösung zu finden haben.

    Die Fed monetarisiert derweil einen Stimulus Plan, den die US-Regierung aufgrund einer wütenden  Öffentlichkeit nicht mehr zu unterstützen fähig ist. Auf der anderen Seite beklagen sich große Dollar-Halter laut darüber, dass die Fed-Politik eine große Inflation und einen fallenden Dollar verursachen wird. Natürlich, die Kehrseite ist die, wenn die Fed nicht auf diese Weise handelt, wird die US-Wirtschaft zusammenbrechen und mit ihr die Weltwirtschaft. Die Chinesen, Japaner und die Ölproduzenten hätten längst Gold anhäufen und Dollars loswerden sollen. Dem sollte nicht so sein, als sie in Wirklichkeit die US-Führung durch Erträge und Ausfuhren versklavten.

    Die Ausgaben der Fed von $ 5 Billionen über die nächsten zwei Jahre werden der US-Wirtschaft nur bedingt helfen, wenn überhaupt, und der Dollar wiederum wird auf neue untere Niveaus geschickt. Alle Insider wissen, der Plan wird nicht funktionieren, aber er wird Zeit erkaufen, vielleicht, um ihnen einen neuen Krieg als Ablenkung zu verschaffen, wie sie es viele Male zuvor in der Geschichte getan haben. Selbst die Öffentlichkeit weiß, dass es nicht funktionieren wird, da sie von den Informationen alarmiert worden ist, die durch Talk-Radio und Internet ausgegossen werden.

    Die USA sind auf dem Weg ins sozio-politische Chaos, da der Dollar fällt und das Weltwährungssystem nicht zusammengeklebt erscheint. Jene Länder, die sich in anständigen geld-und finanzpolitischen Bedingungen befinden, werden sich aus dem Umgang mit den USA zurückziehen, und das bereits mit Brasilien stattgefunden, das nicht will, dass inflationäre Dollar-Investitionen ins Land kommen. Daher haben sie eine Dollar-Investment-Besteuerung implementiert. 

    Die USA können nicht in die Vergangenheit zurück. Ihre Führung verlor die Gelegenheit dazu, als sie im Juni 2003 entschloss, weiter zu machen und die Volkswirtschaften der USA, Großbritannien und Europa herunter zu bringen, um die Einwohner dieser Länder zu zwingen, eine Weltregierung zu akzeptieren. Ein zentrales Rädchen in diesem Plan war die Umsetzung des Freihandels, der Globalisierung, des Offshoring und Outsourcing, was die USA in nur zehn Jahren 8,5 Millionen Arbeitsplätze kostete.

    Es gibt jetzt keine Chance zur Rückkehr mehr, nun da sich die Staaten von den Finanzmärkten der USA und Großbritanniens zurückziehen. Diese Schritte werden diese Länder für eine Zeit  schützen, aber irgendwann werden sie den Stachel des wirtschaftlichen Scheiterns und der Instabilität fühlen, indem Handelskriege und Zölle zur Norm werden. Washington wird nicht mehr der weltweit führende sein. Die Währungs- und Handelskriege haben gerade erst richtig begonnen. Sie konnten nicht von beiden Seiten vermieden werden. Es wird eine Konvergenz der Probleme geben. Die Dinge, die bisher nicht verbunden waren, werden ohne Vorwarnung hervorbrechen. Das wird schließlich zur Implosion des Systems führen.

    Diese Faktoren werden durch soziale Unruhen begleitet, von denen wir gerade die Anfänge in Europa gesehen haben. Diese Zeit der sozialen, monetären und fiskalischen Turbulenzen werden mindestens bis ins Jahr 2014 fortdauern, ehe irgend welche Lösungen auf den Tisch gebracht werden. Eine einfache Lösung ist die multilaterale Aufwertung, Abwertung und Zahlungsunfähigkeit. Das wäre sehr schmerzhaft, würde aber die Macht von den heutigen Eliten in den USA, Großbritannien und Europa und das Präsentieren ihres Verrats stoppen.

    In ganz Europa und den USA hat es und wird auch weiterhin zu einem Anstieg der patriotischen Bewegungen kommen, die von denjenigen, die die Regierungen kontrollieren, bereits als Terroristen bezeichnet werden. Es sind Menschen wie wir, die die Wahrheit und das Entblößen der Tatsachen zur Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bringen.

    Wir sind derzeit mit einer neuen Krise in den US-Hypothekenmärkten und bei den Wertpapieren konfrontiert, was durch das zerfallende Rechtssystem begünstigt wird. Das kommt zu den  Immobilien in einer Zeit hinzu, da sie von Lebens erhaltenden Maßnahmen abhängen. Die Bundesstaaten können nicht viel Unterstützung beitragen, weil die meisten von ihnen bankrott sind, und das ein weiteres deutliches Problem.

    Die USA haben bereits von ihrer Rolle als Weltführer abgedankt. Selbst die Führung von der Wall Street und den Banken ist schrecklich. Schlimmer noch: es ist niemand da, der an ihre Stelle treten könnte, da die Welt hilflos in einem Meer von Schwierigkeiten liegt. Die Atmosphäre ist explosiv, denn niemand will auf nichts verzichten. Die Finanzmärkte werden schließlich alle fallen und die Flucht in Gold und Silber als das einzige wirkliche Geld wird Akzeptanz gewinnen, wie wir schon vor langer Zeit vorhergesagt haben. Amerikaner und andere haben es versäumt, die Zukunft zu sehen, und sie werden es teuer bezahlen müssen, nicht aufgepasst zu haben.

    Eine der interessantesten Entwicklungen der neuen Währungskriege ist ein Konzept, wonach die Nationen, die am erfolgreichsten sein werden, jene Nationen sind, die am schnellsten abwerten. Eines der Dinge, die die Nationen missachten, ist, dass die billige Währung, die Exporte antreibt; auch die Kosten für Importe erhöht. Ein weiterer schlechter Faktor ist, dass andere die Währung nicht haben wollen, und wenn man eine Währung nur genug abwertet, wird sie wertlos oder jedenfalls fast. Ein gutes Beispiel dafür war in den 1930er Jahren, als nur die Zölle erfolgreich waren. In der Regel waren sie nicht zu hoch. Die Bedrohung ist natürlich, dass die Nationen wütend aufeinander werden und Krieg folgt.

    Albert Einstein definierte Wahnsinn als die gleiche Sache immer wieder zu tun und dabei erwarten, dass ein unterschiedliches Ergebnis heraus kommt. Die verrückte Bande bei der Federal Reserve sollte diese Worte beachten, wenn sie debattiert, wie viel mehr Marktmanipulation der Welt der festverzinslichten Papiere noch beizubringen sei.

    Die Besorgnis erregende Sache bei der sogenannten Quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE) - ein Konzept, das immer noch originell genug ist, dass es bedeuten kann, was immer die Humpty-Dumptys in Zentralbankkreisen wollen - ist, dass ihre Folgen nicht quantifizierbar bleiben, und die als solche wahrgenommene Notwendigkeit zum verstärkten Aufkauf von Anleihen durch die Zentralbank sollte Anleger unruhig machen.

    Fed-Chef Ben Bernanke sagte in einer Rede am 15. Oktober, dass es schwierig ist, die „ausreichender Menge und das Tempo der Käufe“ herauszuarbeiten, „und diese Maßnahmen mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren." Er sagte auch, dass „unkonventionelle Maßnahmen (nonconventional policies) haben Kosten und Einschränkungen, die berücksichtigt werden müssen bei der Beurteilung, ob und wie aggressiv sie verwendet werden sollten."

    Stellen Sie sich eine Chirurgin vor, die ihrem Patienten sagt, sie sei sich nicht sicher, welche Skalpell-Größe sie nehmen wird oder was das zu erwartende Ergebnis des Verfahrens werden könnte. Oder einen Architekten, der gegenüber eines Planungs-Ausschusses einräumt, dass er sich bei den Berechnungen oder der Haltbarkeit der Materialien, die er benutzt hat, nicht ganz gewiss gewesen sei.

    „Niemand versteht QE", sagt Fred Goodwin, ein Stratege bei Nomura International in London. "Wir haben keine Ahnung, wie inflationär es wirklich ist. Ein Patient, der auf QE ist, will Party machen, und es ist egal, was jemand sagt. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, worüber die Zentralbanken sich Sorgen machen; machen Sie sich Sorgen über unbeabsichtigte Folgen ".

    Mehr: www.chaostheorien.de

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