Irland am Abgrund

    Trotz sprunghaft ansteigender Zinsen und geheimen Bond-Aufkäufen seitens der EZB weist Irland Gerüchte um EU-Hilfe-Antrag zurück. Parallelen zu Griechenland? Insider: Krise spitzt sich nächste Woche zu. Portugal der nächster Wackelkandidat. Brüssel wiegelt ab.

     

    Die irische Regierung hat am Freitag die Gerüchte, Hilfe aus dem EU-Rettungsschirm beantragt zu haben, entschieden zurückgewiesen. Auch der Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, hat in Luxemburg die in Brüsseler Kreisen aufgekommenen Spekulationen über eine Zahlungsunfähigkeit des Inselstaates dementiert. "Momentan hat Irland nicht um Hilfe gebeten, und ich habe keinen unmittelbaren Grund zu glauben, dass Irland fragen wird", sagte der Luxemburger Regierungschef.

    Der irische Finanzminister Brian Lenihan sagte gegenüber einem Radiosender, sein Land sei "gar nicht in einer Situation", in der es den Euro-Rettungsschirm anrufen müsse. "Der Staat ist bis Juni komplett finanziert und wir haben ausreichende Reserven", erklärte Lenihan. Nach Griechenland wäre Irland der zweite EU-Staat, der finanzielle Hilfe von den Partnerländer beantragen würde.

    Weil die Risikozuschläge für irische Staatsanleihen zuletzt auf Rekordhöhen gestiegen waren, wurde an den Finanzmärkten seit Tagen darüber spekuliert, ob Irland nicht mehr ohne Hilfen auskomme. Irland will sein derzeitiges Haushaltsdefizit von 32 Prozent, das durch die umfangreichen Kosten für die Rettung irischer Banken verursacht wurde, bis 2014 durch Etatkürzungen und Steuererhöhungen auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren. 2013 laufen die Milliarden-Hilfen der EU für Griechenland aus. An diese Stelle soll künftig ein neu konzeptionierter Krisenmechanismus treten, um die europäische Währung dauerhaft zu stabilisieren.

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