Seltene Erden immer teurer

    Seltene Erden verteuern zunehmend Endprodukte. Seltene Erden wie Neodym werden zu 97 Prozent aus China in die Welt exportiert. Sie haben sich innerhalb von wenigen Jahren um 1000 bis 3000 Prozent verteuert. China wird vorgeworfen, das Angebot künstlich zu verknappen.

     
    Die stark gestiegenen Preise für Seltene Erden kommen zunehmend bei den Konsumenten an. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, schließt nun auch die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH als Europas größter Herstellers von Haushaltsgeräten (Weiße Ware) Preiserhöhungen noch in diesem Jahr nicht mehr aus. Das Münchener Unternehmen begründet dies nicht nur mit den verteuerten  Rohmaterialien wie Stahl und Edelstahl, sondern auch mit den eingesetzten Seltenen Erden. Sie werden etwa in Emaille und in Magneten für Motoren sowie Pumpen eingesetzt. Erst vergangene Woche wurden Preissteigerungen bei Energiesparlampen von bis zu 25 Prozent bekannt.
     
    Seltene Erden wie Neodym werden zu 97 Prozent aus China in die Welt exportiert. Sie haben sich innerhalb von wenigen Jahren um 1000 bis 3000 Prozent verteuert. China wird vorgeworfen, das Angebot künstlich zu verknappen, um so Preisschübe auszulösen. Nun wird in der Industrie außerdem Kritik laut, wonach sich das Land nicht mehr an langfristige Vertragsvereinbarungen halte und die Preise kurzfritsig erhöhe.
     
    Unternehmen suchen nach Ausweichstrategien, um die Abhängigkeit von Seltenen Erden zu verringern. Bosch Siemens Hausgeräte etwa arbeitet an Alternativen, die nach eigenen Angaben schon in ein bis zwei Jahren eingesetzt werden könnten.
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