Allianz-Leben kauft Italien

    Allianz-Leben-Chef Zimmerer: „Der Markt übertreibt maßlos“. Zinsen in Italien „hochattraktiv“. Die Allianz kaufe italienische Staatsanleihen, baue aber die Position nicht aus, sondern halte das Gewicht in ihrem wachsenden Portfolio.

     

    Der Chef der Allianz-Lebensversicherungs-AG, Maximilian Zimmerer, hält das derzeitige Zinsniveau deutscher Staatsanleihen für „völlig übertrieben“.  „Bundesanleihen stehen zur Zeit nicht auf der Einkaufsliste, denn die Zinsen erscheinen hier im Vergleich zu Frankreich oder den Niederlanden unnatürlich niedrig“, zumal Deutschland an allen Euro-Rettungsaktionen mit circa einem Viertel beteiligt sei, sagte Zimmerer, der täglich 100 Millionen neuer Kundengelder am Kapitalmarkt anlegen muss im Interview mit der Berliner Zeitung (Samstagausgabe).

    Dagegen seien die Zinsen in Italien „hochattraktiv“. Die Allianz kaufe italienische Staatsanleihen, baue aber die Position nicht aus, sondern halte das Gewicht in ihrem wachsenden Portfolio. Um die derzeitige Verzinsung von Allianz-Lebensversicherungen von 4,7 Prozent halten zu können, setzte das Unternehmen vor allem auf Pfandbriefe und Unternehmensanleihen. „Den Unternehmen geht es gut, sie haben ihre Hausaufgaben gemacht. Und Anleihen schwanken nicht so stark wie Aktien“, sagte Zimmerer.

    Zimmerer kritisierte die Abschaffung des Garantiezinses mit der Einführung von Solvency II 2013. Er sei dafür, dass es „zur Disziplinierung“ der Unternehmen gesetzliche Vorgaben zum  Höchstrechnungszins gebe. „Ich kann mir gut ein gesplittetes Höchstrechnungszinskonzept vorstellen, das für kürzer laufende Verträge einen höheren Garantiezins als für lange Verträge vorsieht“, sagte Zimmerer der Berliner Zeitung.  Das sei nachvollziehbar, weil das Risiko, einen Zins über 50 Jahre zu garantieren, viel höher sei, als etwa über 15 Jahre.

    Das Unisex-Urteil des EuGH, das die Branche dazu zwingt, Ende 2012 die Tarifunterschiede bei Männern und Frauen aufzuheben, bezeichnete Zimmerer als nicht gerechtfertigt. Es gäbe keine Ungleichbehandlung von Männern und Frauen. „Männer haben nie höhere Renditen bekommen, weil sie immer die Gesamtlaufzeit betrachten müssen. Wenn der Versicherer eine Rente länger zahlt, weil Frauen nun einmal länger leben, ist klar, dass der monatliche Betrag bei den Frauen niedriger ausfällt.“ Im übrigen  gäbe es keine Unterscheidungsmöglichkeit, die „der statistisch so vollkommen valide und unabänderlich ist, wie das Geschlecht. Nehmen Sie etwa arm und reich. Wie wollen sie auf 50 Jahre den Vermögensstatus eines Menschen kalkulieren?“ 

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