China stoppt Handel mit EU-Banken

    Einige Staatsbanken in China stoppen Handel mit europäischen Banken. Von dieser Maßnahme betroffen sind vornehmlich französische Banken: Societe Generale, BNP Paribas, Credit Agricole. Aber auch der Interbankenhandel mit der Schweizer UBS wurde gestoppt. Begründung: unsichere Aussichten.

     

    Chinesische Banken stoppen Geschäfte - den so genannten Interbankenhandel - mit einigen europäischen Banken. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Betroffen sind alle Geschäfte, welche einen längeren Zeitrahmen erfordern wie  Währungs-Forwards, SWAPs, Zinsabsicherungen. Spotgeschäfte sind dagegen nicht betroffen. Begründet wurde der Schritt mit dem unsicheren Zustand der Banken.

    Von dieser Maßnahme betroffen sind vornehmlich französische Banken, insbesondere Societe Generale, BNP Parisbas, Credit Agricole. Hier wird als Begründung die unsichere Lage durch das Downgrade der Ratingagenturen angeführt. Die Liste der Namen ist aber derzeit offenbar noch geheim. Es wird davon ausgegangen, dass auch der Handel mit einigen italienischen Instituten gestoppt wurde. Ob auch deutsche Geldhäuser vom Handel abgeschnitten wurden, ist derzeit unklar.

    Betroffen ist allerdings auch die UBS in der Schweiz. So teilte die Chinese State Bank mit, dass sie ab sofort mit dem Schweizer Bankhaus keine langfristigen Geschäfte mehr mache, weil sie den Status der Bank derzeit für unsicher halte.

    Siemens hat laut "Financial Times" mehr als 500 Millionen Euro Guthaben von einer französischen Großbank zur Europäischen Zentralbank (EZB) transferiert. Die Zeitung beruft sich auf einen namentlich nicht genannten Insider. Ziel sei es gewesen, für das Geld einen sicheren Hafen zu finden. 

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