Konzerne: Vorbereitung auf Euro-Untergang

    Immer mehr Unternehmen glauben nicht mehr, dass es der Politik gelingt, den Euro zu retten. Heimlich treffen sie deshalb Vorsorge für ein mögliches Euro-Aus. Ein Euro-Crash hätte dramatische Folgen für den Handel und das Schuldenmanagement der Unternehmen.

     

    Trotz aller Beschwichtigungsversuche der Politik erwarten Firmen das Schlimmste - den Zerfall der Währungsunion, das berichtet die FTD.  Ein Euro-Crash hätte dramatische Folgen für den Handel und das Schuldenmanagement der Unternehmen.

    Unternehmen in ganz Europa arbeiten an Notfallplänen für einen Zerfall der Euro-Zone, so die Financial Times unter Berufung auf Interviews mit Dutzenden von Vorstandsmitgliedern multinationaler Konzerne. Angesichts erheblicher Zweifel an der Fähigkeit der Politik, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, fühlen sich viele Manager zu Schutzvorkehrungen gezwungen.

    "Wir haben angefangen, darüber nachzudenken, wie eine Spaltung aussehen könnte", zitiert die Financial Times den Europa-Chef des Getränkeherstellers Diageo,  Andrew Morgan. "Wenn es beim Euro irgendwelche größeren Änderungen geben sollte, geraten wir in eine vollkommen neue Situation. Wenn einzelne Länder die Währungsunion verlassen sollten, werden sie massiv abwerten. Für die Einwohner dieser Länder würden aus anderen Staaten importierte Getränke sehr, sehr teuer."

    Autohersteller, Energiekonzerne, Hersteller von Verbrauchsgütern und andere multinationale Konzerne versuchen, das Risiko zu minimieren, indem sie ihre Barreserven in sicheren Investments parken.

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