Allianz: kein schnelles Ende der Finanzkrise

    Allianz-Vorstand Achleitner sieht kein schnelles Ende der Finanzkrise. "Wir werden noch jahrelang mit der Finanzkrise zu kämpfen haben". Die Lebensversicherung hält Achleitner trotz sinkender Zinsen für sehr lohnenswert zukunftsträchtig.

     

    Paul Achleitner, Allianz-Finanzvorstand und und zukünftiger Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, glaubt an kein schnelles Ende der Finanzkrise. "Wir werden noch jahrelang mit der Finanzkrise zu kämpfen haben", sagte er der "Bild-Zeitung". "Wer mehr als 20 Jahre über die Verhältnisse gelebt und das mit Schulden finanziert hat, wird das nicht in einigen Monaten reparieren können."
     
    Mit der Rolle der Bundesregierung in der Krise ist er zufrieden: "Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr wesentliche Weichenstellungen vorgenommen und die richtigen Instrumente zur Bekämpfung der Kredit-Krise zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung wird dauern."

    Achleitner plädiert dabei für einen engen Zusammenhalt der Europäer: "Arbeiten wir innerhalb Europas nicht zusammen, werden wir in einer Welt, die von 7 auf 9 Milliarden Menschen wächst, während wir hierzulande von 80 auf 65 Millionen Deutsche schrumpfen, keine Freude haben."

    Das Modell  Lebensversicherung hält Achleitner trotz sinkender Zinsen für sehr lohnenswert zukunftsträchtig: "Für 2012 gibt es bei der Allianz vier Prozent Verzinsung bei gleichzeitiger Kapitalgarantie. Außerdem betrifft das Niedrigzinsumfeld nicht nur die Lebensversicherungen. Sparer, die auf Bundesanleihen setzen, bekommen auch weniger als noch vor Jahren."
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