Monti: Italien sicher

    Italiens Ministerpräsident Mario Monti: "Italien ist ein sicherer Ort. - Ändern muss sich die Wahrnehmung der Märkte". - Den Fiskalpakt nannte er einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Euro-Bonds.

     

    Italiens Ministerpräsident Mario Monti sieht sein Land auf einem guten Weg aus der Krise. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" warb er um neues Vertrauen der Märkte und sprach - in Abgrenzung zu Griechenland - von Italien als "sicherem Ort".  Monti betonte in dem SZ-Interview, welche großen Reform- und Sparleistungen Italien bereits erbracht habe. Damit verband er die Botschaft, dass sein Land die harte Behandlung durch die Finanzmärkte immer weniger verdiene.

    Monti sagte: "Ändern muss sich die Wahrnehmung der Märkte, die Italien noch immer mit der Situation in der gesamten Euro-Zone gleichsetzen." Angesprochen auf die desolate Lage in Griechenland sagte der italienische Premier, "wir haben natürlich Grund, bis zu einem gewissen Grad enttäuscht zu sein". Es sei aber fraglich, ob in einem Jahr mehr hätte erreicht werden können. Monti betonte, einen unkontrollierten griechischen Bankrott werde man zu verhindern wissen.


    Über sein Land sagte er:  "Italien ist ein sicherer Ort." Monti deutet die gesunkenen Zinssätze für kurzfristige italienische Staatsanleihen als erstes Zeichen für Erfolg. Allerdings betonte er auch, dass seine Mission auf keinen Fall bereits erfüllt sei.

    Mit Blick auf den wachsenden, auch gegen Deutschland gerichteten Unmut in seinem Land sagte er: "Die Italiener erbringen die Opfer im nationalen Interesse, hier geht es nicht um Europa gegen Italien." Seiner Regierung sei sehr daran gelegen, die öffentliche Stimmung zu beruhigen. Anders als früher zeigte sich Monti angesichts der Debatten um die Höhe des Euro-Rettungsschirms ESM gelassen und sagte, man könne "relativ entspannt" dem nächsten Test der Märkte beim Verkauf neuer Anleihen im März entgegensehen. Die Märkte seien von der Frage der Höhe des Rettungsschirms "immer sehr fasziniert" gewesen. Nach dem jüngsten EU-Gipfel sollte nicht noch mehr Energie "für besonders originelle Ideen der Haushaltsstabilisierung" verschwendet werden, sondern in eine  Wachstumspolitik fließen, so Monti.

    Den Fiskalpakt nannte er einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Euro-Bonds, die aber erst "am Ende eines Prozesses" in Betracht gezogen werden könnten. Euro-Bonds seien keine Entschuldigung dafür, die Haushaltsdisziplin zu lockern, sagte Monti in seinem römischen Amtssitz.

    Erstmals sprach er über Details seines Reformplans für den italienischen Arbeitsmarkt. Vor allem junge Leute und Frauen sollten davon profitieren. Bis Ende März wolle er die Verhandlungen mit Gewerkschaften und den Parteien abschließen, in denen es um Flexibilisierung, Umschulung und das Aufbrechen verkrusteter Strukturen gehe.
    Anzeige

    Wandere aus, solange es noch geht!


    Haftungsausschluss

    Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


    Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

     

    Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
    Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

    Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

    (1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

    (2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

    (3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

    (4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

    (5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

    (6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

    (7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

    (8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

    Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

    Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

     

    © 2017 MMnews.de

    Please publish modules in offcanvas position.