Hedgefonds verweigern GR-Schuldenschnitt

    Brüderle kritisiert Verweigerung von Hedgefonds bei Griechenland-Rettung. Es könne nicht sein, dass sie sich verweigern und auf volle Kostenübernahme durch den Steuerzahler spekulierten. - Banken akzeptieren Schuldenschnitt.


    FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat das Verhalten der Hedgefonds in der Griechenland-Rettung heftig kritisiert: „ Auch die Hedge Fonds sollten sich beim Schuldenschnitt für Griechenland beteiligen“, sagte Brüderle dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Es könne nicht sein, dass sie sich verweigern und auf volle Kostenübernahme durch den Steuerzahler spekulierten, sagte der FDP-Politiker

    Das von Hedgefonds verwaltete Vermögen könnte einer Studie der Credit Suisse zufolge 2012 über die Zwei-Billionen-Dollar-Marke steigen.

    Wie die "New York Times" ("NYT") berichtete, wollen Hedgefonds vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ziehen, wenn Griechenland die Vertragsbedingungen für seine Anleihen ändert. Denn das Land würde damit die Eigentumsrechte der Gläubiger verletzen - und in Europa seien Eigentumsrechte nun einmal Menschenrechte, schreibt die "NYT" unter Berufung auf Rechtsexperten.
     
    Nach bisheriger Regelung sollen Banken auf 53% ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Das trifft in Deutschland besonders die Commerzbank, die über ihre Tochter Eurohype tief in PIGS- Anleihen involviert ist. Die Deutsche Bank hat dagegen nach eigenem Bekunden entsprechende Positionen abgebaut. Von den Banken aus gibt es bis jetzt grünes Licht für einen Schuldenschnitt.
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