Machtpoker um Deutsche Bank

    Otte: „Die Neuordnung im Vorstand ist nur die Vorbereitung auf den endgültigen Machtkampf.“ Mit den Plänen für einen umfangreichen Umbau in der Führungsetage wird sich auch die Unternehmenskultur innerhalb des größten deutschen Geldhauses radikal ändern.

     

    Nach Einschätzung des Wormser Wirtschaftsprofessors Max Otte wird sich mit dem künftigen Führungsduo bei der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, und ihren Plänen für einen umfangreichen Umbau in der Führungsetage auch die Unternehmenskultur innerhalb des größten deutschen Geldhauses radikal ändern. „Es ziehen hier endgültig amerikanische Führungssitten ein, die auf bedingungslose Unterordnung unter einen CEO und nicht auf Kollegialität im Vorstand setzen.“, sagte Otte Handelsblatt Online. „Die Neuordnung im Vorstand ist nur die Vorbereitung auf den endgültigen Machtkampf.“

    Vor diesem Hintergrund hält Otte den Vorstandsumbau für konsequent. „Die Deutsche Bank hat, was ihr Kerngeschäft angeht, schon lange ihren Bezug zu Deutschland verloren. Das Investmentbanking wird von London aus gesteuert“, sagte Otte. „Insofern ist dies nur eine konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses.“

    Kürzlich waren nach einer Präsidiumssitzung Pläne der künftigen Deutsche-Bank-Chefs durchgesickert, das demnächst Josef Ackermann nachfolgt. Danach soll Risikovorstand Hugo Bänziger - der als ein Kandidat für die Ackermann-Nachfolge galt - angeblich ebenso gehen wie Personal- und IT-Vorstand Hermann-Josef Lamberti. Im Gegenzug stehen drei Manager auf dem Sprung in den Vorstand, die dem Vernehmen nach dem künftigen Führungsduo nahe stehen: Für Personal, Recht und das Europageschäft soll der Investmentbanker Stephan Leithner zuständig sein, als Nachfolger Lambertis ist angeblich der Jain-Vertraute Henry Ritchotte vorgesehen, neuer Risikochef soll der Amerikaner William Broeksmit werden.
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