Volkswagen holt sich Milliarden von EZB

    Nicht nur Banken bedienen sich bei der EZB, sondern auch Unternehmen mit angeschlossenen Finanzinstitut. Nun kam raus: Volkswagen holt sich Milliarden von der EZB. - Ein klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung.

     

    Wer heutzutage eine Bank hat, der hats gut. Er kann sich so viel Geld wie er will zu ultragünstigen Zinsen von der EZB leihen. Dieses Privileg war bisher selbstverständlich nur Finanzhäusern vorbehalten. Doch auch große Konzerne, welche eigentlich nicht zu den Geldinstituten zählen, profitieren offenbar vom EZB-Geldsegen.

    So hat sich die Finanzsparte von Volkswagen  Ende Februar zu günstigen Zinsen zwei Milliarden Euro von der Europäischen Zentralbank (EZB) besorgt. Finanzvorstand Frank Fiedler sagte am Donnerstag in Frankfurt, Volkswagen Financial Services habe bei dem zweiten Dreijahres-Tender ABS-Verbriefungen als Sicherheiten dafür hinterlegt. Ob auch andere PKW-Hersteller oder zum Beispiel Siemens ebenfalls vom EZB-Geldregen Gebrauch machten, steht noch nicht fest - wird aber vermutet. Denn ein solches Geschenk lässt man sich natürlich nicht entegehen. 

    Der Vorgang zeigt, dass die EZB krasser Wettbewerbsverzerrung in die Hand spielt: Die einen müssen sich teuer Kredite am freien Markt besorgen. Für die anderen gilt dieser freie Markt jedoch nicht. Sie erhalten Kredite zu Sonderkonditionen, so viel wie sie wollen.

    Die EZB hatte insgesamt über eine Billionen Euro an Krediten zum Zinssatz von einem Prozent an teils marode europäische Banken verschleudert, um die Refinanzierung der Banken zu verbessern, die sich in der Euro-Krise gegenseitig kaum mehr Geld leihen.

    Mehr als 400 deutsche Banken hatten dabei insgesamt 42 Milliarden Euro abgegriffen, darunter viele kleinere Institute. Von der Billion landete jedoch nur ein kleiner Teil in Deutschland. Die Deutsche Bank soll angeblich 10 Milliarden bekommen haben, Commerzbank zusammen mit Eurohypo insgesamt 15 Milliarden.

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