Angela und Mario

    Monti: „Angela plus Mario ist gleich ein Schritt nach vorne für die europäische Wirtschaftspolitik.“ Seit Monaten arbeiteten beide daran, dass sich die EU auf einen „Weg des Wachstums begibt, der gleichzeitig die Beachtung der Haushaltsdisziplin mit einschließt.“

     

    Italiens Ministerpräsident Mario Monti will nach dem Brüsseler Gipfel die Wogen glätten. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) verteidigt er seinen Verhandlungsstil und die Ergebnisse des Europäischen Rat vom vergangenen Freitag.


    „Was nach außen so schien, wie der Einsatz des Vetorechts und was für Diskussionen gesorgt hat, war keine Revolution sondern vielmehr eine klassische Verhandlungsmethode,“  sagte Monti der F.A.Z. vom Mittwoch. Er fasst das Ergebnis  zusammenfassen in dem Satz: „Angela plus Mario ist gleich ein Schritt nach vorne für die europäische Wirtschaftspolitik.“ Seit Monaten arbeiteten beide daran, dass sich die EU auf einen „Weg des Wachstums begibt, der gleichzeitig die Beachtung der Haushaltsdisziplin mit einschließt.“

     

    „Stellen Sie sich vor, wenn wir bei der Abschlusskonferenz gesagt hätten, wir seien uns einig gewesen über das Wachstumspaket, aber hätten keine Lösung für die Instabilität der Währungsunion. Unter diesen Umständen wäre sogar der Wachstumspakt als eine neuerliche Scheinlösung ohne große Effekte für Märkte und Wirtschaft interpretiert worden,“ erläuterte Monti gegenüber der F.A.Z. seine Rolle auf dem Gipfeltreffen. Deswegen habe die Verhandlung einen halben Tag länger gedauert.

     

    Monti warnte im Gespräch mit der F.A.Z.: „Wenn nicht die Zinsen sinken und die Wirtschaft wieder wächst, werden in Italien die Kräfte stärker, die gegen Europa und gegen Haushaltsdisziplin sind.“   Aus seiner Sicht sei es "eine eher oberflächliche Sichtweise, wenn man folgert, dass der Reformdruck umso höher ist, je größer der Risikozuschlag wird." In der Währungsunion gebe es glücklicherweise auch andere Druckmittel, etwa die Regeln des Stabilitätspaktes, "den ich immer ernst genommen habe."

     

    Weiter sagte er der F.A.Z.: „Italien hat keinerlei Hilfe verlangt. Für die Länder mit Hilfsprogrammen - Griechenland, Irland und Portugal – haftet Deutschland mit 54 Milliarden Euro, Frankreich mit 41 Milliarden Euro und Italien mit 36 Milliarden Euro“. Der Ministerpräsident setzte hinzu: „Finanzielle Hilfe zu verlangen, bedeutete tatsächlich, die Probleme zu verbergen. Doch Italien verlangt keine Rettung  und keine Eurobonds. Italien macht alles, was für die Steigerung des Wachstums verlangt wird, eine tiefgreifende Rentenreform, Liberalisierungen, die Begünstigung von Unternehmen bei den letzten Steuererhöhungen, Gesetze zur Beschleunigung der Zivilprozesse und gegen Korruption.“

    Anzeige

    Wandere aus, solange es noch geht!


    Haftungsausschluss

    Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


    Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

     

    Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
    Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

    Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

    (1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

    (2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

    (3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

    (4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

    (5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

    (6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

    (7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

    (8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

    Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

    Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

     

    © 2017 MMnews.de

    Please publish modules in offcanvas position.