Deutschland verliert über 100 Milliarden Euro durch Korruption


Euroscheine, über dts NachrichtenagenturDeutschland gehen aufgrund von Korruption jedes Jahr mehr als 104 Milliarden verloren. Das sind etwa vier Prozent der Bruttoinlandsprodukts (BIP), so eine Studie der Europäischen Grünen, über die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet. In der gesamten EU belaufen sich die Kosten der Korruption pro Jahr demnach auf mehr als 900 Milliarden Euro.

Laut der Studie, die Freitag veröffentlicht werden soll, verliert Deutschland durch Korruption viermal mehr Geld als bundesweit in die Arbeit der Polizei gesteckt wird und zehn Mal mehr als für öffentlichen Wohnungsbau ausgegeben wird. Der Finanzexperte der Europäischen Grünen, Sven Giegold, forderte ein engagiertes Vorgehen der Bundesregierung gegen Korruption. "Korruption zerstört das Vertrauen in den Staat und seine Fürsorgepflicht. Milliarden Euro versickern jährlich im deutschen Korruptionssumpf. Das Geld wäre gut investiert in Schulen, Wohnungsbau und Gesundheitsvorsorge", sagte Giegold dem RND. Die Bundesregierung müsse von der Brem "bei der EU-weiten Korruptionsbekämpfung und beim Schutz von Hinweisgebern". Auch müsse sich Berlin für einen besseren Schutz von Whistleblowern und eine starke Europäische Staatsanwaltschaft einsetzen, so der Europa-Parlamentarier. Die Autoren der Studie bemühen sich um greifbare Beispiele, um das Ausmaß der Korruption zu verdeutlichen. Demnach geht durch Korruption doppelt soviel Geld verloren wie für Familien und Kinder ausgegeben wird. Würden die 104 Milliarden Euro unter allen Einwohnern Deutschlands verteilt, dann bekäme jeder die Summe von 1276 Euro, heißt es in der Studie. Im Vergleich zu den anderen EU-Staaten liegt Deutschland im unteren Mittelfeld. Spitzenreiter in Sachen Korruption ist der Studie zufolge Rumänien. Dort gehen 15,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verloren. In den Niederlanden sind es nur 0,76 Prozent. In Frankreich liegt der Wert bei sechs Prozent. Die Zahlen aus der Studie wurden den Autoren zufolge aus verschiedenen, öffentlich zugänglichen Statistiken ermittelt.

Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

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