Bericht: Unionspläne zum Soli entlasten vor allem Besserverdiener


Solidaritätszuschlag, über dts NachrichtenagenturDie von der Union geforderte Vollabschaffung des Solidaritätszuschlags würde wohl vor allem Spitzenverdiener entlasten und den Staat mehrere Milliarden im Jahr kosten. Dies geht aus internen Berechnungen des Bundesfinanzministeriums hervor, über welche die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet. Hintergrund ist, dass die Koalition beschlossen hat, den Soli für 90 Prozent der Steuerzahler abzuschaffen.

Das würde den Berechnungen zufolge in der Steuergesetzgebung so umgesetzt, dass steuerpflichtige Singles mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 61.000 Euro komplett vom Soli befreit würden. Weil jeder Steuerzahler bestimmte Ausgaben von der Steuer absetzen kann, liegt das Bruttoeinkommen über dem zu versteuernden Einkommen. Ein zu versteuerndes Einkommen von 61.000 Euro entspricht in etwa einem Bruttoeinkommen von 72.000 Euro. Bis zu diesem Verdienst müssten also Singles künftig keinen Soli mehr entrichten. Ein Ehepaar mit zwei Kindern darf sogar ungefähr 150.000 Euro verdienen, bevor der Zuschlag fällig wird. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen in Deutschland liegt bei 37.103 Euro. Die Union möchte nun darüber hinaus auch Steuerzahler komplett vom Soli befreien, die über der Grenze von 61.000 Euro zu versteuerndem Einkommen liegen. Die Folge: Ein Alleinstehender mit einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro (gut 90.000 Euro brutto) würde um 1.374 Euro im Jahr entlastet, bei einem Einkommen von einer Million wären es sogar 23.846 Euro. Für den Staat würde die Angelegenheit teuer: Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Rabatte kosten dem Ministerium zufolge schon 10,2 Milliarden Euro. Die zusätzlichen Steuerentlastungen für die Topverdiener schlagen jährlich mit rund 11,5 Milliarden Euro zu Buche.

Foto: Solidaritätszuschlag, über dts Nachrichtenagentur

Wandere aus, solange es noch geht!

Videos:

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.